Eine Initiativgruppe hat sich bereits zusammengefunden, um Überlegungen anzustellen. Das ist völlig unabhängig von der Debatte um die Trägerschaft der vergangenen zwei Wochen geschehen.
„Wir haben Grundideen formuliert, mit denen sich die Planungsgruppe befassen wird“, sagte Frank Kasburg. Schulleiter der Scharnhorstschule. In seinem Schulzentrum An der Aue wird die IGS ihren Betrieb zum nächsten Schuljahr aufnehmen.
Die Abkürzung IGS inspiriert die Teilnehmer zu einer Charakterisierung des Unterrichts: Der Unterricht soll sich auszeichnen durch individuelles, gemeinschaftliches und selbstständiges und soziales Lernen. Vielfältige Fähigkeiten und Interessen der Schüler sollen als Bereicherung verstanden werden. Daher soll es auch sogenannte Profilklassen geben wie die schon an der Schule bestehende Bläserklasse.
„Eine Idee ist es auch, weg von dem starren 45-Minuten-Takt zu kommen“, sagte Kasburg. Nachmittagsunterricht soll nicht nur als ergänzendes Angebot erteilt werden.
Aufgabe der Planungsgruppe wird es auch sein, ein Raumkonzept vorzulegen. Kasburg und den bisherigen Mitstreitern schwebt dabei vor, Jahrgangsbereiche zu schaffen, denen dann Lehrerstationen zugeordnet werden.
Wichtig werde auch transparentes Arbeiten sein. Das gilt den ersten Ideenskizzen zufolge für den Umgang mit den Eltern und den Schülern ebenso wie für den mit der Öffentlichkeit. Teamarbeit soll in der IGS großgeschrieben werden.
Schulleiter Kasburg hat angeboten, bei Bedarf in die Grundschulen zu kommen und dort über den Stand der Dinge zu berichten und Informationslücken zu schließen. Im Scharnhorst-Schulzentrum beginnt die Wunstorfer IGS nach den Sommerferien zunächst mit der Klassenstufe fünf.