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Bokeloh

K+S informiert über die Abspülung der Halde

Von Jörg Rocktäschel

Die Werksleitung von K+S wird in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Donnerstag, 16. September, über die Abspülung der Halde informieren, die sich am Freitag, 27. August, ereignet hat. Das teilte Werksdirektor Burghard Schulze während eines Ortstermins mit dem Landtagsabgeordneten Heinrich Aller (SPD) und örtlichen SPD-Politikern mit.

Zudem soll es auf Anregung der Bokeloher Ortsbürgermeisterin Helga Ebel von K+S eine öffentliche Informationveranstaltung im Ort geben. Sie will sich dafür mit dem Mesmeroder Ortsbürgermeister Friedrich Stolte in Verbindung setzen.

Ohne das Endergebnis der Untersuchung des Bergamtes vorweg nehmen zu wollen, sprach Schulze von einer Abspülung, die nichts mit der Standsicherheit der Halde zu tun habe. Auf dem Haldendach habe sich nach Umbauarbeiten vor zwei Monaten eine Senke gebildet, in der sich geschätzt etwa 200 bis 500 Kubikmeter Wasser nach den starken Regenfällen an dem Tag gesammelt haben. „Wir haben Glück gehabt, dass niemandem etwas passiert ist“, sagte er.

Allers Interesse galt zudem der wohl im nächsten Jahr anstehenden Verhandlung gegen das Landesbergamt, das die Erweiterung der Halde genehmigt hatte. Die Firma K+S ist auf eigenen Wunsch zu dem Berufungsprozess beigeladen. BUND und Naturschutzbund Deutschland hatten gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt und in erster Instanz gewonnen.

Er sei irritiert, dass das Urteil ohne Ortstermin, nur nach Aktenlage gefällt wurde, sagte Aller. Das Land müsse deutlich machen, dass solche Entscheidungen nicht am grünen Tisch gefällt werden dürfen. Zu viel hänge davon ab. Er habe sich von dem großen Aufwand, der für die Standsicherheit und den Gewässerschutz betrieben werde, überzeugen können. Der Standort sei wichtig für die Region.

Annegret Brandes, Vorsitzende des Betriebsrats, war erfreut über den Politikerbesuch. Auch der Regionsabgeordnete Wilhelm Behne, Ratsmitglied Werner Dreyer und Erster Stadtrat Felix Becker waren dabei. Das Werk Sigmundshall habe 850 Beschäftigte, davon 45 Lehrlinge, sagte Brandes. Hinzukämen die kleinen Betriebe, die für das Werk arbeiteten. „Etwa 1000 Menschen ziehen Nutzen aus dem Standort.“

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