Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt hat Post von der Post bekommen. Darüber hat er am Montagabend den Verwaltungsausschuss informiert. Demnach wird der gesamte vordere Gebäudekomplex ausgeräumt. Die Post zieht in eine Partnerfiliale an der Südstraße. Dieser Laden wird bald eröffnet.
Die Post hat der Stadt auch ihre neue Idee für einen Standort der Briefkästen mitgeteilt. Sie will, dass die Kästen am Ende der Fußgängerzone etwa am Eispavillon wieder aufgebaut werden.
Das hält die Stadt für einen sehr schlechten Standort. Es gibt kaum Möglichkeiten, dort mit dem Auto kurz anzuhalten, um einen Brief einzuwerfen. Daher ist zu befürchten, dass Leute auf die Idee kommen, mal kurz in die Fußgängerzone zu fahren. „Ich lehne diesen Standort ab“, sagte Eberhardt.
Von einer neuen Regelung im Umgang mit den Schließfächern ist die Stadtverwaltung auch selbst betroffen. Die Fächer sollen in die neue Partnerfiliale eingebaut werden. Dort wären sie dann täglich ab 11 Uhr zu nutzen, obwohl das Geschäft eher geöffnet sein wird. Alternativ bietet die Post für Großkunden die Zustellung der Postfachbriefe an, dann ab 10.30 Uhr. Das sei auch zu spät, wie Bürgermeister Eberhardt unter Zustimmung der Politiker des Verwaltungsausschusses sagte.
Der Verwaltungsausschuss hat sich auch mit dem Rückzug der Postbank befasst. Wie berichtet, sind deren Leistung in der Kernstadt nicht mehr vorhanden. Das ist besonders für Hartz-IV-Empfänger misslich, weil diese ihre Schecks nun in Steinhude oder Luthe einlösen müssen.
Eberhardt will der Post einen Brief schreiben. Er empfindet das Verhalten der Post-Verantwortlichen als arrogant und wenig kundenorientiert.
Albert Tugendheim