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Streit um Sondermüll

Schwerin bleibt bei Nein zu Asbest-Transporten aus Wunstorf


Das Tauziehen um den Asbestmüll aus Wunstorf-Luthe geht weiter: Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung bleibt trotz Kritik aus Niedersachsen bei ihrem Nein zu den geplanten Asbestmülltransporten von Wunstorf-Luthe auf die Sondermülldeponie Ihlenberg in Nordwestmecklenburg.
Der geplante Transport von mehr als 100.000 Tonnen Asbestmüll aus Niedersachsen auf die Sondermülldeponie Ihlenberg bei Schönberg (Nordwestmecklenburg) ist weiter strittig.

Der geplante Transport von mehr als 100.000 Tonnen Asbestmüll aus Niedersachsen auf die Sondermülldeponie Ihlenberg bei Schönberg (Nordwestmecklenburg) ist weiter strittig.

© dpa

Wunstorf. "Die Landesregierung hat einen sachlichen Grund, warum sie die Transporte ablehnt", sagte Regierungssprecher Andreas Timm am Montag in Schwerin. In Wunstorf-Luthe bei Hannover lagert Asbest-Müll des ehemaligen Unternehmens Fulgurit. Dieser Müll sollte auf Deponien in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gebracht werden. Beide Länder lehnen die Annahme des Mülls aber inzwischen ab. "Es ist hoch problematisch, einen gefährlichen Stoff wie Asbest über eine so weite Strecke zu transportieren", sagte Timm. Das von der Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten zeige, dass es rechtlich auch nicht zulässig wäre, die Transporte so wie geplant durchzuführen.

Niedersachsens designierter Umweltminister Stefan Birkner (FDP) hatte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) kritisiert. Er sei "äußerst erstaunt, wie wenig hier eine länderübergreifende Solidarität geübt wird", sagte Birkner der "Bild"-Zeitung in Hannover (Montagausgabe). Niedersachsen habe auch viele Lasten für andere übernommen. "Wenn jedes Land hier seine eigene Kirchturmpolitik betreibt, dann wird das ganze System ad absurdum geführt." Er halte es für verantwortungslos, dass ein Ministerpräsident eines Landes die Annahme von Abfällen aus nicht sachlichen Gründen ablehnt.

dpa/frs

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