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Rettungsdienst

Zukunft der Johanniter in Wunstorf ungewiss


Die Region Hannover will das Rettungswesen europaweit ausschreiben - und gefährdet damit den Standort der Johanniter in Wunstorf. Auch die dort vorbildliche Nachwuchs- und ehrenamtliche Arbeit würde unter den neuen Bedingungen leiden.

Der Vorstand des CDU-Stadtverbands wird sich am Donnerstag bei den Johannitern über die möglichen Konsequenzen einer europaweiten Ausschreibung des Rettungswesens in der Region Hannover informieren.

Dabei wird es nicht nur um den Erhalt des Standortes gehen – der ist bekanntlich gefährdet, sollten die Johanniter nicht zum Zuge kommen. Wichtiges Thema werden auch die drohenden Auswirkungen auf das bislang hervorragende Zusammenspiel hauptamtlicher und ehrenamtlicher Mitarbeiter sein. Der Ortsverband hat zur Zeit 123 Mitglieder. 50 Prozent der Ehrenamtlichen seien aus der Jugend der Organisation übernommen, sagte Timo Brüning, Leiter der Schnelleinsatzgruppe. Die Jugendgruppe erhalte in jüngster Zeit auch Zulauf aus dem Sanitätsdienst an Wunstorfer Schulen, der von den Johannitern ausgebildet wurde.

„Da wachsen junge Menschen heran, die sich später ernsthaft für Arbeit in medizinischen Berufen interessieren, die sich mit unserem Leitbild identifizieren, freiwillig anderen zu helfen“, sagte er. Von den aktuell 17 Hauptamtlichen kommen sechs aus dem Ehrenamt, in dem sie weiterhin mitarbeiten. „Wer von außen kommt, den müssen wir zusätzlich ausbilden. Unsere Leute kennen wir“, sagte Brüning.

Zudem sei der Rückhalt in der Stadt groß. In den vergangenen 25 Jahren habe nicht eine Firma Lohnausfall gefordert, wenn ein Johanniter zu einem Notfall ausrücken musste. Nach einer Ausschreibung zugunsten eines Unternehmens würden große Bereiche des Ehrenamts leiden.

Zudem bestehe die Gefahr, dass andere Regionen nachziehen. „Spätestens dann wird das Land merken, dass es sich das neue Rettungswesen nicht leisten kann“, sagte die Ortsbeauftragte Monika Brüning. Die Johanniter erwarten mehr Unterstützung von der Politik.

Jörg Rocktäschel

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  • manchmal frage ich mich Theo – 11.08.10
    was die ganze Aufregung eigentlich soll. Zuerst einmal, auch die Johanniter sind eine private (!) Hilfsorganisation. Wenngleich ich sicher in Sachen Jugendarbeit und soziales Engagement den Vorrednern und auch den Jhannitern selbst zustimmen möchte, denn diese Bereiche sind wünschenswert und gut, so muss ich doch in einem Punkt widersprechen: Auch die JUH macht den Rettungsdienst in der Region und der Stadt Hannover nicht aus Gutmütigkeit. Bei den Hilfsorganisationen steckenn hier auch rein wirtschaftliche Interessen hinter dem "Gejammer". Also bitte liebe JUH, nicht immer nur schimpfen, wenn die Ausschreibung mal an einen anderen geht (wer von der JUH hat geschimpft, als die Wache Garbsen / Berenbostel vom DRK an die JUH ging ?) sondern auch mal einfach wie jedes andere PRIVATE Unternehmen dem Wettbewerb stellen. Auch in anderen Städten fahren bereits sogenannte PRIVATE (kommmerzielle) Anbieter im Rettungsdienst (z.B. die Firma G.A.R.D in Hamburg) und auch diese haben motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter. Ich weiss nicht, warum hier immer gleich Horrorszenarien aufgemacht werden, wenn sich auch die Hilfsorganisationen mal dem "Wettbewerb" stellen müssen ... und zum Thema Bezahlung ... warum hatten wir denn z.B. bei der in Gehrden fahrenden Hilfsorganisation Beschwerden und Prozesse wegen nicht tarifgem. Bezahlung ? Die angeblichen Unterschiede zwischen der Bezahlung bei privaten und Hilfsorganisationen sind gar nicht vorhanden, wohl aber die Tatsache, dass sich private anscheinend mit weniger Gewinnmarge zufriedengeben als die Hilfsorganisationen und entsprechend günstiger anbieten können ... also liebe JUH, nicht schimpfen sondern mal nachdenken und im eigenen Stall aufräumen ...
  • Region Hannover Paul – 11.08.10
    Die Region Hannover beschreibt nicht nur eine Landschaft, die Region Hannover beschreibt hier eine Gebietskörperschaft und somit die Verwaltung der Region Hannover. Die Region Hannover ist eine Verwaltungseinheit. Somit sind keine Namen von bestimmten Personen zu nennen. Außerdem hat die Region Hannover lange versucht die Ausschreibung nicht vornehmen zu müssen, es ist aber EU Recht welches hier angewandt werden muss.
  • Visionen Skipper – 10.08.10
    Ich würde mir wünschen, irgendeiner von diesen Geiz-ist-Geil-Politikern käme demnächst in eine Situation, in der er das dann privatisierte Rettungswesen braucht. Gut so: Es würde endlich mal die Richtigen treffen.
  • Falsch beschrieben jk – 10.08.10
    "Die Region Hannover will das Rettungswesen europaweit ausschreiben"

    Bitte mal Namen und Adresse von diesen Politikern nennen.

    WER genau, maßt sich hier an, jahrzehntelang gewachsene Strukturen zu zerstören ?

    Der banale Begriff "die Region Hannover" meint uns alle - dem ist aber eben nicht so !

    Wir alle werden aber betroffen sein, durch den Minderheitswillen einer kleinen unfähigen oder korrupten Politiker-Clique, welche sich von irgendwelchen Privat-Anbietern bestechen lassen.

    Dann werden bald supermotivierte und entsprechend qualifizierte 1-Euro-Jobber unterwegs sein, welche unter Umständen mit dem Wörterbuch zugange sind.

    Eine einziger Anschlag auf ein funktionierendes Gemeinwesen.

    Dann - nach vielleicht 5 Jahren - wenn die gewachsenen und bewährten Strukturen zerschlagen sind, werden die Nachfolger der jetzigen Politversager großspurig auftreten und den alten Zustand herbeisehnen.

    Dann ists zu spät.

    jk

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  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 127 km²
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  • Ortsvorwahlen: 05031, 05033, 05723
  • Wirtschaft: Firmendatenbank
  • Stadtverwaltung: Südstraße 1, 31515 Wunstorf, Telefon (05031) 1011
  • Bürgermeister: Rolf-Axel Eberhardt (CDU)
  • Rat: SPD (18 Sitze), CDU (15), FDP (3), Grüne (2), Fraktionslos (2)
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