„Wir sehen die Entwicklung der Schullandschaft in Wunstorf auf einem guten Weg. Den vielen Kindern, die nicht aufgenommen wurden, müssen aber Alternativen geboten werden“, schreibt die Juso-Sprecherin Alexandra Girod in einer Pressemitteilung. Mehr als 190 Anmeldungen für die nach den Sommerferien in der Scharnhorstschule startende IGS sind eingegangen. Weil die fünfzügig angelegte Schule nur 150 Schüler in den ersten fünften Jahrgang aufnehmen kann, musste das Los entscheiden.
Der große Zuspruch ist für die Jusos ein Indiz dafür, dass das mehrgliedrige Schulsystem ein Auslaufmodell sei. „Die IGS ist die Schulform, welche den Schülern die besten Möglichkeiten bietet, sich zu entwickeln“, schreibt Girod weiter. Deshalb müsse über eine Ausweitung des Angebots diskutiert werden. Eine Vergrößerung der bestehenden IGS oder eine zweite Gesamtschule, beispielsweise in Steinhude, sind für die Jusos nur zwei Ansätze, die in Betracht gezogen werden könnten.
Außerdem müsse sich auch die Blockadehaltung der Landesregierung in der Schulpolitik endlich lockern. „Wir brauchen kleinere Klassen an allen Schulen, die Lehrmittelfreiheit und die Möglichkeit des Abiturs nach 13 Jahren sollten wieder eingeführt werden. Schüler und Lehrer müssen entlastet werden, um ein Lernen und Lehren in einer guten Atmosphäre zu verwirklichen“, schreibt Girod abschließend.
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Kommentare
Angebot und Nachfrage Jerome – 24.06.10
Die JUSOs haben es begriffen: Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt. Warum wird die neue IGS nicht mit mehr Parallelklassen geführt? Warum müssen abgewiesene Schüler ihre Schullaufbahn in anderen unbeliebten Schulen absolvieren? Bitte nicht mit Raumproblemen argumentieren, es sind ja nicht mehr Schüler als vorher.Gute Idee! wunstorf – 23.06.10
Da liest man und fragt sich: Warum eigentlich nicht? Wunstorf könnte eine zweite IGS bestimmt gut vertragen. Es wird einen Strukturwandel hin zu den Gesamtschulen geben. Hier wird die Nachfrage steigen, selbst wenn die Schülerzahlen sinken. Gute Idee!