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Bekommt das Shopping-Plaza einen Bruder?

Garbsen Bekommt das Shopping-Plaza einen Bruder?

In Garbsen wird ein spannendes Kapitel der Stadtgeschichte weitergeschrieben, und das Shopping-Plaza steckt mittendrin: Es ist seit 20 Jahren das Handelsherz der Stadtmitte, aber die Mitte wird wachsen. Der Plaza-Eigentümer ITG will dabei mitmachen. Das spannende ist: Wie? Erweitern will die ITG in jedem Fall, aber will sie auch neu bauen?

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Auf diesem Teil ihres Parkplatzes zwischen Parkhauseinfahrt rechts und der Ausfahrt links möchte die ITG ihre Geschäfte erweitern.

Quelle: Markus Holz

Garbsen-Mitte. Ob das "Shoppi" ein ITG-Geschwister auf dem Areal am Rathausplatz bekommt, ist zugegeben spekulativ gefragt. Keine Spekulation ist: Die ITG in Düsseldorf wirft ein wachsames und interessiertes Auge auf die Neue Mitte. Politische Kräfte und Verwaltung hätten die ITG gerne als Partner im Boot. Das ist am Freitagabend beim Empfang "20 Jahre Shopping-Plaza Garbsen" im Tanzcentrum Kressler deutlich geworden. Beide Seiten scheinen aber die Prioritäten unterschiedlich zu setzen.

"Unser wichtigstes Interesse ist die Erweiterung des Plaza", sagt der ITG-Chefplaner und Baumanager Horst Jütte. Der Plan liegt lange auf dem Tisch der Verwaltung. Grob gesagt, will die ITG ihren Parkplatz zwischen der Parkhauseinfahrt und der Ausfahrt überbauen. "Die Handelsszene ändert sich, wir werden alle älter, die Kunden brauchen mehr Platz zwischen den engen Regalen", sagt Jütte. Die Händler fordern diesen Platz ein, "aber wir sind an den Grenzen unserer Mauern angekommen", sagt Jütte und appelliert an Bürgermeister Christian Grahl: "Geben Sie uns eine Chance, uns weiterzuentwickeln, so wie wir das 20 Jahre lang getan haben - nur darum sind wir heute noch fit und leistungsfähig wie am ersten Tag."

Keine Frage, sagt Grahl, das Plaza sei das "Herz der Mitte". Grahl anerkennt die hervorragenden Leistungen der Händler und ihrer Mitarbeiter für eine lebendige Stadtmitte. "Das Plaza ist ein Erfolgsmodell; es verbindet Wohnen, Dienstleistung und Handel unter einem Dach", sagte Grahl. Er zeige das jedem Investor, der genau diesen Mix in Garbsen-Mitte für unmöglich hält.

Garbsen erwarte 2018/19 rund 5000 Studierende und Mitarbeiter aus dem Campus Maschinenbau Garbsen. "Wir wollen ihnen ein attraktives Lebensumfeld bieten. Das Plaza gehört dazu, aber wir brauchen in der Mitte mehr. Mehr Wohnungen, mehr Gastronomie, Handel und Dienstleister", sagt Grahl.

Die Stadt steckt bei den Verhandlungen mit der ITG in einer Klemme: Alles, was sie der ITG an zusätzlicher Einzelhandelsfläche genehmigt, muss sie am Rathausplatz abziehen. Das ist die Auflage der Region Hannover. Sie will damit Einzelhändler in den Nachbarstädten schützen. Politische Kräfte wie die CDU fordern: Erst die Mitte entwickeln, dann das Plaza erweitern. Die ITG denkt genau anders herum. Den Konflikt wird der neue Rat auf dem Tisch liegen haben, sobald er das erste Mal tagt.

Jütte sieht diese nächste Entwicklungsstufe der Mitte gelassen. "Wir pflegen eine gute Gesprächskultur mit Politik und Verwaltung. Ob wir uns als Investor engagieren, hängt davon ab, welches Konzept die Stadt für die Neue Mitte haben will. Priorität hat für uns das Plaza."

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Von Redakteur Markus Holz

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