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Hobbykunst mit Bärenvirus und Kaffeesatzmalen

Garbsen Hobbykunst mit Bärenvirus und Kaffeesatzmalen

Das IGS-Forum und die angrenzenden Gänge sind gefüllt. Zwischen den Ständen, an denen die Kreativen der 20. Hobbykunstaustellung am Wochenendende präsentiert habe, was ihrer Fantasie entsprungen ist, drängeln sich die Besucher und stöbern. Mehr als 900 waren es allein am Sonnabend.

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Marion Goebel ist seit 1997 "mit dem Bären-Virus infiziert", wie sie sagt. Seit dem näht sie die kuscheligen Stofftiere.

Quelle: Benjamin Behrens

Garbsen-Mitte. Im Sitzen verschwindet Marion Goebel fast hinter ihren vielen Teddybären. Die größten sind um die 40 Zentimeter groß, die kleinsten Bären finden auf dem Handteller Platz. „Ich habe mal einen Kurs gemacht bei der Volkshochschule und bin seitdem mit dem Bärenvirus infiziert“, sagt Göbel. Seit 1997 entstehen die Teddys, sie gibt inzwischen auch selbst Kurse.

Auf Fachmessen sucht die 61-Jährige regelmäßig nach neuen Materialien für ihre kuscheligen Kreationen. Jedes Teddymodell hat sein Schnittmuster. „Dieses heißt zum Beispiel Mario“, sagt Goebel und deutet auf Bären, die sich erst bei genauem Hinsehen ähneln. Verschiedene Felle, Mützen oder kleine Holzinstrumente – „Es gibt nie den gleichen Bären doppelt.“ Inzwischen hat sie in ihrem Nähzimmer Platzmangel, 15 Arbeitsstunden werden dort für einen Bären aufgewendet. Ein guter Ausgleich zu ihrem Beruf als kaufmännische Angestellte, sagt Goebel.

Kunst als Ausgleich zum Beruf, als Hobby, als Zeit nur für sich selbst, das treibt die meisten der Aussteller an. Auch Claudia Hauke, die Buchkissen anbietet. Ihre Schwiegermutter hatte das ursprüngliche Schnittmuster in einer Zeitschrift entdeckt und die leidenschaftliche Näherin um ein Exemplar geben. „Ich habe das Ganze noch ein bisschen optimiert“, sagt die 49-Jährige.

Der Schnitt ist etwas anders geworden, zwei Gummibänder halten das gedruckte Buch fest. Auf der Rückseite hat Hauke an E-Book-Leser gedacht: Eine eingenähte Falte hält die Geräte. „Das habe ich bis jetzt noch nirgendwo sonst gesehen“, sagt Hauke. Ein Nähzimmer hat sie nicht, nach Feierabend nimmt die technische Zeichnerin den Wohnzimmertisch in Beschlag.

Am Stand von Anna-Margarethe Woschek hängen Gemälde in strahlenden Farben – und mit plastischen Strukturen. Sand, Steinchen und andere Materialien hat sie mit Farbe vermischt oder übermalt. „Kaffeesatz ergibt zum Beispiel eine Struktur wie Lavagestein“, sagt Woschek.

„Das ist hier schon gehobenes Niveau“ sagt Helga Wittke über die Ausstellung. Rotraut Blinde pflichtet ihr bei, hat aber eine Anregung: „Ich wünsche mir mehr Innovation“.

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Fotostrecke Garbsen: Hobbykunst mit Bärenvirus und Kaffeesatzmalen

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Von Benjamin Behrens

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