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25-Jähriger steht wegen Apothekenüberfall vor Gericht

Garbsen 25-Jähriger steht wegen Apothekenüberfall vor Gericht

Ein 25-jähriger Garbsener muss sich seit vergangenem Mittwoch wegen schweren Raubes vor dem Landgericht Hannover verantworten. Am Dienstag, am zweiten Prozesstag, werden weitere Zeugen gehört.

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Vor dem Landgericht Hannover findet der Prozess gegen den Garbsener statt.

Quelle: Symbolbild

Garbsen. Dem Mann wird vorgeworfen, am 14. August 2015 die Hubertus-Apotheke an der Konrad-Adenauer-Straße überfallen zu haben.

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft war der 25-Jährige mit vorgehaltener Waffe in die Apotheke eingedrungen, hatte von vier Mitarbeiterinnen zunächst Betäubungsmittel und dann Geld gefordert und war schließlich mit dem Inhalt der Kasse geflohen. Beim Prozessauftakt vor dem Landgericht bestätigte der Angeklagte den Tathergang. Er habe Geld für Drogen gebraucht, daher der Plan eines Raubüberfalls.

Die Apothekerin Anke W. hielt sich zur Tatzeit zusammen mit drei Kolleginnen in einem Besprechungsraum im hinteren Teil der Apotheke auf. Sie trat am ersten Prozesstag als Zeugin vor die 18. Große Strafkammer des Landgerichts: „Zunächst verlangte der Täter nach BTM, also Betäubungsmitteln. Als wir ihm die nicht geben konnten, wollte er Geld.“ Als der Angeklagte das Geld aus der Kasse nahm und in eine Plastiktüte stopfte, habe sich ein Schuss aus der Pistole gelöst. „Ich habe ihm dann nur noch hinterhergerufen, dass er Land gewinnen soll“, sagte W. Seitdem zucke die 51-Jährige immer zusammen, wenn jemand mit Kapuze in die Apotheke komme. Ihren drei Kolleginnen, die ebenfalls vor Gericht aussagten, ginge es ähnlich.

Der 25-jährige Täter stellte sich am 14. September der Polizei und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Über die Höhe der erbeuteten Summe herrscht noch Unklarheit, genauso wie über den Verbleib der getragenen Kleidung. Das Landgericht hat weitere Prozesstermine angesetzt, an denen unter anderem weitere Zeugen vernommen und ein psychiatrisches Gutachten vorgelegt werden sollen. Die Verteidigung hatte beantragt, den Fall aufgrund des komplexen psychischen Zustands ihres Mandanten unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu verhandeln. Die Staatsanwaltschaft hat diesem Antrag nur in Teilen stattgegeben.

Von Linda Tonn

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