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Der Rubin unter den Kulturmachern ist 40

Garbsen Der Rubin unter den Kulturmachern ist 40

40 Jahre Kulturverein Garbsen: Das sind fast 400 Bühnenshows, Kabarettabende und Kindervergnügen - alles nur Zahlen. Was zählt ist, einen Rufus Beck, einen Herbert Herrmann und eine Lisa Fitz in Garbsen erleben zu können. Der Verein hat seinen runden Geburtstag am Sonntag rund gefeiert.

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Sie lassen es atemberaubend kunstvoll scheppern: Julian Böhme als Ron, Pierre-Nicolai Scheffler als Salim - zusammen das Duo Klirr Deluxe.

Quelle: Markus Holz

Auf der Horst. 300 Gäste hatten sich zu diesem verrückten Abend angemeldet - inklusive Essen mit kleinen typischen Köstlichkeiten aus den vergangenen 40 Jahren. Nicht jeder hat von allem etwas abbekommen, das gab vereinzelt Unmut. So war es aber auch nicht gedacht. Eher so, wie das gesamte Programm des Kulturvereins: Für jeden ein paar Leckerbissen, man kann nicht alle Geschmäcker treffen und nicht an jedem Abend alle Stilrichtungen bedienen.

Stil bewies der Verein schon am Entree: Brass Appeal zogen mit Tuba, Drums und Saxophonen durchs Foyer auf die Bühne. Das Frauenquartett scheint immer ansteckend gut drauf zu sein, so war es schon bei den Tafelfreuden im Stadtpark. Leicht, gut anzuhören und anzusehen - gute Laune via Musik aus Jazz, Klezmer und Schlager.

Mit Stil hatte auch das zu tun, was das Duo Klirr Delux zum gelingenden Abend beitrug: 15 schwirrend kreisende Teller auf 15 dünnen Eisenstilen, daneben Klamauk, Situationskomik und Stimmungsmache. Julian Böhme als der perfektionistische Ron, Pierre-Nicolai Scheffler als der (aus-)gelassene Inder Salim boten in ihrer Show erstklassige Akrobatik und Jonglage - sehr kurzweilig und sehr viel zu kurz.

Kurz hielt sich Claudia van Veen mit ihrer charmanten Moderation. Natürlich gehörten die Akteure dieses Kulturmotors auf die Bühne: Rainer Schmalstieg, Ingrid Hahne, Astrid Gehrke, Anke Posega, Franz Baathe, Irmela Lossie und die große Konstante, die Event-Künstlerin und Festival-Managerin Vera Brand. Sie hat den Verein mit begründet. Seit 1983 verantwortet sie mit wechselnden Teams die Vereinsgeschicke. 300 Abonnenten, das ist der Vertrauensvorschuss jedes Jahr. Zugleich sind sie die Bank des Vereins. Geld kommt auch von Stadt und Sponsoren, aber das kann mal wackeln. Abonnenten und Mitglieder sind seit vielen Jahren der Gradmesser für die gute Kulturarbeit. "Es gibt einen Edelstein, der die Kräfte aller anderen vereinen soll", sagte Brands Tochter Claudia van Veen, "das ist der Rubin. Ich denke, der Verein ist der Rubin im Kulturleben der Stadt". Applaus, wer würde da wiedersprechen.

Widerspruch mag sich anfangs gerührt haben, als Ennio Marchetto seine Bühnenshow startete. Der Italiener ist so etwas wie ein Origami-Tanz-Pantomime. In faltbaren Pappkostümen mimte er zur dröhnenden Musik aus Carmen und von Piaf, von Lindenberg und Freddy Mercury. Marchetto hat unglaublich viel gefaltet: 30 Rollen in knapp 20 Minuten, Hochleistung im knappen Turnerdress. Das war schrill, das war skurril und laut, deshalb anfangs die Stirnrunzler. Das war vor allem präzise, zunehmend unterhaltsam und spannend, weil der Zuschauer nie wusste, in was sich Marchetto als nächstes verwandeln würde. Französisch, englisch, amerikanisch und deutsch - Marchetto hatte alles im Repertoire, sodass die Gäste aus den Partnerstädten genauso ihre Rosinen fanden, wie die Stammgäste des Kulturvereins. Keine Gala, sondern eine angemessene und runde Feier zu einem runden Bestehen.

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