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Der Jet bringt den Ball ins Tor

Garbsen Der Jet bringt den Ball ins Tor

Zum sechsten Mal ist das Krökelturnier des Geschwister-Scholl-Gymnasium Anlaufpunkt für den Tischfußball-Nachwuchs. Der Niedersächsische Sportbund hat den Sport längst anerkannt. Zu Recht, denn die Profis beherrschen ausgefeilte Techniken.

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So spannend ist das Krökel-Turnier am Geschwister-Scholl-Gymnasium.

Quelle: Benjamin Behrens

Berenbostel. Aus den Lautsprechern schallt Musik. Eine Ladung Disko-Nebel begrüßt Zuschauer gleich an der Tür der Aula im Geschwister-Scholl-Gymnasium. An vier Krökeltischen ist das sechste Turnier der Schule in vollem Gange. Am Dienstag und Mittwoch wird gespielt.

Kassi dreht einmal gekonnt die Stange, so schnell, dass mit bloßem Auge kaum sichtbar ist, was eigentlich passiert - genau deshalb ist der Ball drin. "Das ist der Jet", erklärt die 15-Jährige. Bei der Schusstechnik legt der Spieler das Handgelenk außen an die Stange des Krökeltisches an und lässt es dann blitzartig nach oben oder unten abrollen.

Gelernt hat sie die Technik, wie viele der rund 80 Spieler, in der Krökel-AG von Reiner Dörr. "2010 wurde die neue Mensa eingerichtet, dazu gehörte ein Krökelraum mit drei Tischen, das war der Ausgangspunkt", sagt der Lehrer. Ein ehemaliger Schüler, Fabian Gisder, hat ihn von Anfang mit unterstützt, sagt Dörr. "Er spielt in der Bundesliga und hat ganz viel beigetragen, zum Beispiel dass wir so tolle Tische haben", sagt der 64-Jährige. Die Tische sind auf internationalem Turnierniveau, schließlich ist Krökeln ein anerkannter Profisport.

"Es gibt ein dreißigseitiges internationales Regelwerk für den Tischfußball", sagt Reiner Dörr. Die Regel gelten auch für das Turnier. So ist etwa ein Rundschlag, das sogenannte "Kurbeln", verboten.

Damit auch sonst alles korrekt abläuft, ist Hanna Niemeyer von der Krökelbar Hannover vor Ort. Die Turniersoftware "Tifu" muss Niemeyer nur einmal mit den Namen der Spieler und den Teams füttern, der Rest geht fast von selbst. Die Sieger melden die Spielergebnisse, die Software bestimmt den Rang in der Turnierliste und die nächsten Gegner. "Das ist natürlich sehr komfortabel", sagt die 33-Jährige.

Auf der Leinwand der Aula werden die Tabellen der Anfänger und Profispieler gezeigt. Ben und Lars liegen bei den Profis auf Rang eins. Drei Spiele, drei Siege. "Wir sind ein gutes Team", sagt Lars. Beide spielen in Verteidigung und Angriff gleich gut, auch die Technik stimmt, sagen sie. Ist der Sieg schon sicher? Nicht ganz - Mittwoch werden die Endrunden ausgetragen. "Wir können gewinnen, aber Marc im anderen Team ist ziemlich gut, der hat so viele Tricks drauf."

Das sind Tipps der Profis:

Jeder der Turnierspieler hat so seine Techniken und Tricks parat. Aber ein paar sollten auch schon Anfänger beachten.
Tabellenführer Ben und Lars raten: „Legt eure Rollen nicht zu sehr auf Angriff oder Verteidigung fest. Wir tauschen öfter, um auch mehr auszuprobieren“, sagt Lars.
Kassi rät, die Schusstechnik „Jet“ zu üben. „Ich setze am Handgelenk an, achte darauf, dass der Ball fest eingeklemmt ist“, sagt die 15-Jährige. Sie rollt die Stange mit einer Aufwärtsbewegung über die Hand und fängt die Drehung sofort nach dem Schuss ab. „Es ist ein sehr schneller Schuss, schwer zu halten.“
Reiner Dörr setzt auf gutes Bandenspiel. „Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel, also auf den Punkt der Bande zielen, der an der Mittellinie liegt“, erklärt der Lehrer. So landet der Ball oft direkt im Tor. Auch unterschiedliche Grifftechniken sollte jeder Spieler ausprobieren, damit jeder etwas findet, das zu ihm passt. Reiner Dörr etwa greift gezielt mit den Fingerspitzen, für mehr Kontrolle. Für besseren Halt an den Stangen sorgt Band für Tennisschläger aus dem Sportfachgeschäft.

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Von Benjamin Behrens

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