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Angler werfen Gruppe Junge Naturfreunde raus

Garbsen Angler werfen Gruppe Junge Naturfreunde raus

Der Angelsportverein (ASV) Garbsen trennt sich von seiner Kindergruppe Junge Naturfreunde. Diese war vor rund einem Jahr von Bärbel Wischnewski aus Horst gegründet worden, um Jungen und Mädchen die Schönheit der Natur zu zeigen. Der Vorstand des ASV gibt "organisatorische Gründe" an.

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"Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt": Lena (8) hat ein Bild vom "Rausschmiss" gemalt, die Mütter wollen sich nun einen neuen Verein für die Gruppe Junge Naturfreunde suchen.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen-Mitte. Die Eltern der 29 Jungen und Mädchen sind immer noch enttäuscht und fassungslos. "Wir wurden bei einem Elternabend vom Vorstand des ASV völlig überraschend vor vollendete Tatsachen gestellt", sagt Daniela Kippnich, deren Sohn das beliebte Angebot von Bärbel Wischnewski besucht hat. Die Verantwortlichen hätten den Eltern deutlich gemacht, dass sie den Kindern und Betreuern nicht mehr wie bislang alle zwei Wochen in ihrer Hütte an der Baßriede "Unterschlupf gewähren wollen". Daraufhin seien die Eltern geschlossen aufgestanden und aus dem Raum gegangen.

Überraschend kommt die Entscheidung, weil das Projekt Junge Naturfreunde bislang als Erfolg für den ASV galt. Anfang des Jahres war Bärbel Wischnewski aus Horst extra in den Verein eingetreten, um die Gruppe zu gründen. Seitdem unternimmt sie viel mit den Kindern im Alter von von fünf bis zehn Jahren aus allen Garbsener Stadtteilen - immer unter dem Motto: "Runter vom Sofa, rein in die Natur". So haben die jungen Entdecker und ihre Betreuer beispielsweise Ausflüge in den Harz und den Hinübersche Garten in Marienwerder unternommen und hatten die Wolfsberaterin Nina Graupner zu Gast.

Das Interesse an dem Angebot war sogar so groß, dass es Wartelisten gab. Um so mehr wundert sich Mutter Britta Janoschek, dass der Verein nun das Ende der Gruppe beschlossen hat. "Wie kann sich ein Verein das heute nur leisten, 30 junge Leute vor die Tür zu setzen?", fragt sie. Die Eltern, die dafür in den ASV eingetreten waren, wollen ihre Mitgliedschaft nun geschlossen kündigen.

Das bedauert Michael Striewski, Vorsitzender des ASV. Er betont aber auch, dass der Verein keine andere Möglichkeit gesehen habe. "Wir haben als kleiner Verein gar nicht das pädagogisch ausgebildete Personal, um uns um die Kinder zu kümmern, wenn Frau Wischnewski mal ausfällt", sagt er. Es habe auch Unmut aus Reihen der Mitglieder gegeben, die die Hütte alle 14 Tage mit den Kindern teilen mussten. Zudem seien dem Verein Kosten entstanden, die nicht mit den Mitgliedsbeiträgen von 25 Euro pro Elternteil und Jahr gedeckt werden konnten. "Das Projekt war ohnehin nur für ein Jahr vorgesehen", betont Striewski. Nun habe der Vorstand eben beschlossen, es aus den genannten organisatorischen Gründen zu beenden.

Damit wollen sich die Eltern und Initiatorin Bärbel Wischnewski nicht abfinden. Sie haben bereits erste Gespräche mit anderen Vereinen gesucht, die die Jungen Naturfreunde aufnehmen könnten. Daniela Kippnich hat auch an Bürgermeister Christian Grahl um Hilfe bei der Kontaktaufnahme gebeten. "Wir werden alles dafür tun, die Gruppe weiterführen zu können. Notfalls gründen wir selbst einen Verein."

Info: Die Eltern der Gruppe Junge Naturfreunde haben eine E-Mail-Adresse angelegt. Wer eine Idee für die Zukunft hat, kann sich an naturfreunde-garbsen@web.de wenden.

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Alle zwei Wochen hatten sich die Kinder und Betreuer in der Hütte des ASV getroffen.

Quelle: Gerko Naumann

Von Gerko Naumann

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