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Bereitschaftsdienst läuft gut an

Garbsen Bereitschaftsdienst läuft gut an

Die Neuorganisation des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes zum 1. Juli hat in der Bevölkerung für einige Verunsicherung gesorgt. Auch sind Ängste über eine nicht mehr ausreichende ärztliche Versorgung kursierten. Vor dem Sozialausschuss der Stadt hat die Kassenärztliche Vereinigung nun eine erste, positive Bilanz gezogen - und sich für eine mangelhafte Öffentlichkeitsarbeit entschuldigt.

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Im Krankenhaus in Neustadt ist eine Bereitschaftspraxis untergebracht.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Garbsen. In ihrem Vortrag vor dem Ausschuss bemühte sich Nicole Löhr, stellvertretende Geschäfstführerin der Bezirksstelle Hannover in der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), zunächst Missverständnisse und Wissenslücken zu beseitigen. So behandele der Bereitschaftsdienst lediglich Beschwerden, die aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Werktag aufgeschoben werden könnten, ein Hausbesuch erfolge nur in begründeten Fällen. Der Rettungsdienst setze sich erst bei "akut lebensbedrohlichen Zuständen oder schwer gesundheitsgefährdende Situationen" in Bewegung. 

Zu Engpässen sei es nach Betrachtungen der KKH bislang nicht gekommen. Die zwei zu Bereitschaftszeiten im Raum Garbsen-Seelze-Neustadt-Wunstorf eingesetzten Mediziner - nach Mitternacht ist nur noch ein Arzt im Dienst - müssten im Durchschnitt nur jeweils weniger als einen Patienten behandeln. Auch habe die Beschwerdestelle der KVN bislang kaum Anrufe zu Bereitschaftszeiten erhalten. Lediglich samstags und sonntags zur Mittagszeit "und nach Spielen von Hannover 96" stiegen die Anrufzahlen an, so Löhr.

Indes sei niemand verpflichtet, so betonte sie, als Bereitschaftspraxis das KKH in Neustadt aufzusuchen. Im Stadtgebiet sei das Nordstadtkrankenhaus in Hannover, das ebenfalls infrage komme, räumlich naheliegender und einfacher zu erreichen. Nur die Ortsteile Frielingen, Horst, Osterwald Oberende und Schloss Ricklingen haben demnach einen kürzeren Weg nach Neustadt.

Franz Genegel (CDU) stellte die Frage, warum die Kassenärztliche Vereinigung die Stadt im Vorfeld der Neuordnung nicht frühzeitig und genauer informiert habe. Viele Irritationen in der Bevölkerung hätten sich auf diese Weise wohl vermeiden lassen. "Für diese Vorgehensweise muss ich mich entschuldigen", entgegnete Löhr. "Ich wünschte, wir hätten es getan." Unsicherheiten über den tatsächlichen Zeitpunkt der Neuordnung seinen die Ursache dafür gewesen. Ziel müsse es nun sein, die Bürger noch besser über den Bereitschaftsdienst aufzuklären.

Eine weitere gemeinsame Bilanz mit der Verwaltung ist für Anfang Januar 2017 geplant. Sollten in der Zwischenzeit Probleme in der Versorgung auftreten, sei die KVN selbstverständlich bereit, auf den Bedarf zu reagieren.

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