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Mindestens 2000 Gäste am Blauen See

Garbsen Mindestens 2000 Gäste am Blauen See

Die Autos stauen sich zurück bis zur Autobahnunterführung. Menschenmassen schieben sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad an der Blechkolonne vorbei. Sie haben nur ein Ziel: den Blauen See. Der Andrang ist am Mittwoch so groß, dass Chef Peter Amend zeitweise persönlich an der Kasse aushelfen muss.

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Hochbetrieb dank Hochsommer: Am Blauen See in Garbsen sind am Mittwoch mindestens 2000 Gäste zu Besuch.

Quelle: Hartung

Schloß Ricklingen. Die Rückkehr des Hochsommers zieht in Garbsen viele Sonnenhungrige und Badegäste an den See. Nach Schätzung von Peter Amend sind am Mittwoch zwischen 2000 und 2500 Menschen auf dem Gelände. Bis zum Nachmittag gehörten rund 150 Schüler dazu, die die Möglichkeit zum freien Eintritt genutzt haben.

Wie berichtet, können Kinder aus Garbsen und Schüler bei Vorlage ihres Ausweises den sonst fälligen Eintrittspreis von 2 Euro sparen. Die dadurch entstandenen Einnahmeverluste verrechnet der Seebetreiber mit der Stadt Garbsen. Diese Aktion hat die gesamten Sommerferien über Gültigkeit. Die Stadt stellt 5000 solcher Freitickets zur Verfügung. "Das Kontingent werden wir mit Sicherheit nicht ausschöpfen. Dafür hatten wir nicht genug heiße Tage", sagt Amend. Bis zum vergangenen Sonntag hatte er 1200 Freitickets registriert.

Immerhin: Die Aktion ist bei Garbsener Schülern bekannt. "Das hat sich unter meinen Mitschülern herumgesprochen", sagt Jolina, nachdem sie ihren Schülerausweis an der Kasse vorzeigt. Sie ist am See mit ihren Freunden verabredet, die auch alle Bescheid wissen, erzählt die 13-Jährige. Auch Simon kennt das Angebot. "Ich habe nur leider meinen Schülerausweis vergessen." Wie gut für den Zwölfjährigen, dass seine Mutter dabei ist, um den Eintritt zu bezahlen.

Ob für Schüler, junge Leute oder Erwachsene - es gibt viele Möglichkeiten, den Tag am Blauen See zu verbringen. Baden im Wasser, Wakeboard fahren, Minigolf spielen oder einfach nur im Liegestuhl entspannen. Natalie Troycke und Fabian Rehbock gönnen sich mit ihren Freunden ein ruhige Minute im Stuhl. "Ich bin zum ersten Mal hier. Es gefällt mir alles sehr gut. Ich finde es nur schade, dass die Wasserrutsche in einem Becken endet und nicht im See", sagt Natalie.

Als Steinhuder verteidigt Fabian natürlich "mein Meer". Aber er habe am Blauen See nichts zu beanstanden. "Der Wasserski-Angebot ist super." An der benachbarten Minigolf-Anlage schwingen Janina Riedel und Maira Blume die Schläger. "Ich bin seit fünf Jahren erstmals wieder hier. Die Anlage macht einen tollen Eindruck. Schade finde ich nur, dass manche Angebote wie Wasserski erst so spät beginnen", sagt Janina.

Und was hat Peter Amend selbst für Ideen zur Veränderung? "Eine neue Badeinsel mit Sprungturm wäre mein Wunsch oder auch eine Schanze für den Wasserskisport." Er müsse aber auch den betriebswirtschaftlichen Aspekt prüfen. "Denn je nach Wetter haben wir hier nur 30 bis 50 Tage im Jahr Saison."

Am Mittwoch ist Hochsaison und Amend zufrieden. Im Juni habe er 50 Prozent weniger Umsatz gemacht im Vergleich zum Vorjahr. Die Diskussionen, inwieweit ihm die Schließung des Badeparks Berenbostel mehr Gäste verschaffen könnte, hält er für überflüssig. "Ganz ehrlich: Wenn die Menschen zu uns strömen, dann nicht wegen der Qualität des Blauen Sees, sondern wegen des Wetters."

Reagieren muss er aufgrund des Besucherstroms auch bei den internen Abläufen. Von seinen rund 30 Mitarbeitern sind 22 im Einsatz. Fünf Rettungsschwimmer verrichten Wachdienst. Fünf für 2500 Besucher? Die Ansicht, dass diese Anzahl nicht ausreichend sein soll, kann Amend nicht teilen. "Es geht ja nur um die Badegäste, die im Wasser sind. Und das sind erfahrungsgemäß nur ein Zehntel aller Besucher", sagt der Inhaber und Arbeitgeber.

Blauer See: Der Name stammt vom Großvater

Warum heißt der Blaue See eigentlich Blauer See? Der See entstand in den 1930er Jahren im Zuge des Autobahnbaus. Seitdem hieß er Garbsener See. 1947 pachtete Heinz Amend, Großvater des heutigen Betreibers Peter Amend, das Gelände und eröffnete eine Holzhütte zum Getränkeverkauf. "Mein Opa hat damals schon erkannt, dass man aus dem See etwas machen kann", sagt der Enkel. Und nicht nur das erkannte er. "Er war der Meinung, dass man mit dem Namen Garbsener See keine Menschen anlocken kann. Also entschied er sich für Blauer See, weil das Wasser bei herrlichem Sonnenschein so blau leuchtet", erzählt Peter Amend.

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Fotostrecke Garbsen: Andrang am See - 150 Schüler nutzen Angebot

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Von Stephan Hartung

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