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Am Bosse-See bewegt sich was

Garbsen-Mitte Am Bosse-See bewegt sich was

Es ist eine Sahnestück, das Eckareal gegenüber der Stadtbibliothek und dem Shopping Plaza an der Kreuzung Meyenfelder und Berenbosteler Straße. Seit Langem gibt es Wünsche, am Bosse-See City-Appartments für gehobenes Wohnen zu bauen. Jetzt wird ein neuer Anlauf genommen.

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Noch steht der alte Betriebshof der Stadtwerke am bevorzugten Standort, dahinter ist der Wasserspiegel des Bosse-Sees zu sehen.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen-Mitte. Dass noch nichts geschehen ist, liegt am Beharrungsvermögen des Betriebshofs der Stadtwerke: Neue Standorte ließen sich nicht finden. Da kam der Neubau des Unternehmens SEW Eurodrive gerade recht. So können die Stadtwerke in Altgarbsen erweitern, und der Betriebshof zieht vom Bosse-See an den Kochslandweg um.

Die besondere Attraktivität des Standortes ergibt sich aus der zentralen und zugleich naturnahen Lage, aber auch aus Zukunftsplänen: Die Stadtbahnverlängerung bis zum Rathaus und das Zentralbad sind in Planung. Es geht um ein Areal, das ganz im Gegensatz zu seiner Attraktivität noch ncith viel her macht: Hohe Hecken versperren den Blick. Der Bosse-See ist von der Straße weder einsehbar noch zugänglich. Erste Pläne stammen vom Anfang des Millenniums, damals noch mit Hotel. Die zerschlugen sich.

2011 kam neue Bewegung: Die Stadtwerke wollten an der Europa-Allee neu bauen. Das inzwischen gescheiterte Sonae-Sierra-Projekt verhinderte das. Als sich diese Pläne der Stadtwerke zerschlugen, blieb es lange still um das Projekt Bosse-See. Mitte 2013 kauften die Stadtwerke das Eckgrundstück der Möbelkette Nord in Altgarbsen, gegenüber dem Unternehmen SEW Eurodrive. Daraus wurde unversehens ein Tauschgeschäft: SEW, in der unmittelbaren Nachbarschaft zu den Stadtwerken am Kochslandweg, war es zu eng geworden. Das Unternehmen kaufte von den Stadtwerken das Möbelkette-Areal, baut dort jetzt, und sobald die Firma umgezogen ist, können die Stadtwerke am alten Standort problemlos erweitern.

Nun gibt es also einen neuen Anlauf am Bosse-See, leicht abgespeckt. Projektentwickler ist die Lenzenhof GmbH aus Isernhagen. Es geht vorerst nur um das Südufer, das Nordufer wird später neu geplant. Es soll eine vier- bis fünfgeschossige Wohnbebauung entlang der Berenbosteler Straße werden.

Geplant sind 57 barrierefreie Wohneinheiten, bestehend aus Ein- bis Fünfzimmerwohnungen, in einer Größe zwischen 40 und 150 Quadratmetern. Im Südwesten sollen neun zweigeschossige Reihenhäuser entstehen. Zufahrt für die Geschossbauten soll von der Berenbosteler Straße erfolgen. Die Reihenhäuser sollen von der Meyenfelder Straße aus erreicht werden. Den fehlenden Fuß- und Radweg an der Berenbosteler Straße will Investor Ulrich von Rautenkranz bauen und kostenlos an die Stadt Garbsen übertragen.

Bodenuntersuchungen sind bereits erfolgt: In einem Teilbereich sind polychlorierte Biophenyle – PCB aus Transformatorenöl – gefunden worden. Der kontaminierte Boden wird ausgebaggert.

Das Projekt hat nicht nur Befürworter, die vor allem die Belebung der Stadtmitte im Blick haben. Anwohner sehen die Höhe des Riegelbaus kritisch, doch korrespondiert sie mit dem Shopping Plaza und der Stadtbibliothek. Sie ist bereits leicht reduziert worden.

Die Stadtverwaltung hat den Auslegungsbeschluss vorbereitet: Die Vorlage geht nach der Wahl durch die Gremien. Der Ortsrat Garbsen beginnt am 21. September. Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung entscheidet am 19. Oktober. Der Rat muss nicht darüber diskutieren. Da es sich um einen Bebauungsplan der Innenentwicklung handelt, kann die Aufstellung im beschleunigten Verfahren erfolgen.

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