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Angeklagter fürchtet um sein Leben

Garbsen/Verden Angeklagter fürchtet um sein Leben

Der mutmaßliche Auftragskiller packt aus: Am zweiten Verhandlungstag im Prozess um den Mordversuch an einem Nienburger Geschäftsmann hat der 33-jährige Angeklagte aus Garbsen am Montag mit seiner Aussage begonnen.

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Der mutmaßliche Auftragskiller aus Garbsen hat am Montag seine Aussage vor Gericht begonnen.

Quelle: Symbolbild

Garbsen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind erheblich. Niemand darf am Landgericht Verden das Treppenhaus betreten, als die fünf Angeklagten in den Saal geführt werden. Der Garbsener ist ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Er muss um sein Leben fürchten, weil er auspacken will.

Der 33-Jährige ist gebürtiger Rumäne und Vater einer dreijährigen Tochter. Er hatte seine Auftraggeber in Bukarest kennengelernt: Mustafa B. (52), heute mit Wohnsitz in Hoya, und dessen Sohn Ragip B. Der Nienburger Geschäftsmann soll eine Affäre mit der Frau von Ragip B. gehabt haben - eine Schändung der Ehre zweier jesidischer Familien.

Der 33-Jährige schilderte, wie er als Hähnchenbräter, Aushilfe in einem Café sowie als Haus- und Gartengehilfe für Mustafa B. arbeiten musste - oft ausgenutzt und ohne Lohn. Später fand er Arbeit in Garbsen.

Als die Affäre zwischen Mustafa B.s Schwiegertochter und dem türkischstämmigen Unternehmer begann, die Familien der Eheleute zu beschäftigen, habe er Mustafa B. „als Freund gefragt, ob ich ihm helfen kann“, sagt der 33-Jährige. Bei einer Flasche Whisky habe Mustafa B. ihm mehr erzählt. „Er sagte, dass seine Schwiegertochter eine Beziehung mit einem Türken habe, der viel älter sei als sie, und deshalb alle sehr verärgert seien.“

An diesem Punkt beendete der 33-Jährige seine Aussage auf Drängen seiner Verteidiger: Ihr Mandant werde zur Tat erst dann aussagen, wenn sie ausführlich mit ihm sprechen konnten. Dazu sei vor dem zweiten Verhandlungstag zu wenig Zeit gewesen. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.

von Wiebke Bruns

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