Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Sie ist die Problemlöserin im Shopping-Plaza

Garbsen Sie ist die Problemlöserin im Shopping-Plaza

Angelika Scheel ist als Centermanagerin das Gesicht des Shopping-Plaza in Garbsen. Dabei war sie eigentlich schon 2013 in Rente gegangen. Ein Jahr später kam sie auf Bitten ihres Vorgängers zurück - und startete beruflich nochmal richtig durch. Sie führt uns hinter die Kulissen des Einkaufszentrums.

Voriger Artikel
Speedcarving: Dyschlovoy für Loskutow
Nächster Artikel
Frielinger küren ihre Majestäten

Den Trubel mal unter sich lassen: Centermanagerin Angelika Scheel wohnt selbst in einer der Wohnungen auf dem Dach des Shopping-Plaza.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen-Mitte. Auf dem Gelände des Shopping-Plaza hat Angelika Scheel schon vor Oktober 1996 gearbeitet, als das Gebäude noch gar nicht stand. "Damals nannte sich meine Berufsbezeichnung Baustellen-Sekretärin und hatte schon viel mit Koordinieren zu tun", sagt die 69-Jährige. Heute, mehr als 20 Jahre später, ist Scheel als Centermanagerin und damit "Mädchen für alles", wie sie selbst sagt, kaum noch wegzudenken. Dabei mussten die Kollegen schon einmal ein Jahr ohne ihre heutige Chefin auskommen. Zum 1. Januar 2013 hatte sich Scheel nämlich mit 65 Jahren wie geplant in die Rentenzeit verabschiedet. Doch dieses Kapitel endete unverhofft bereits nach einem Jahr wieder.

Erst Rentnerin, dann Karriere

Der Grund war ein Hilferuf ihres Vorgängers. Dessen Assistentin war abgesprungen, so dass Scheel aushalf - "vorübergehend", wie sie damals noch dachte. Kein Problem, schließlich hatte sie zuvor jahrelang als Assistentin der jeweiligen Manager gearbeitet. Doch an dieser Stelle wird die Geschichte noch kurioser. Der damalige Centermanager warf nämlich kurz darauf selbst das Handtuch. Von der Zentrale in Düsseldorf wurde nun Scheel zur neuen Centermanagerin befördert. "Meine berufliche Karriere ging also erst nach der Rente so richtig los", sagt Scheel rückblickend und muss bei dem Gedanken selbst lachen.

Wohnen auf dem Dach

Einen weiten Weg von der eigenen Wohnung ins Büro muss Scheel nach damals wie heute nicht zurücklegen. Denn praktischerweise wohnt sie im Einkaufszentrum. Also genau genommen darüber, in einer der 63 schön gelegenen Wohneinheiten auf dem Dach des Parkhauses zwischen zwei idyllischen Teichen. Und was macht so eine Centermanagerin nun den ganzen Tag? "Na, ich manage den ganzen Laden halt", sagt Scheel mit erkennbarem Berliner Dialekt. Das klingt schlüssig, ist bei genauem Hingucken aber tatsächlich ein Job, bei dem eine gehörige Portion Erfahrung nicht schaden kann.

Immer ein offenes Ohr

Denn die Managerin ist Ansprechpartnerin für mehr als 300 Mitarbeiter von 40 Geschäften und Arztpraxen im Haus. Und natürlich für die Mieter der Wohnungen auf dem Dach. "Die kommen auch zu mir, wenn der Fernseher mal nicht läuft", sagt sie. Glücklicherweise hat Scheel immer für alle ein offenes Ohr - und sie ist eine Problemlöserin, sagt sie über sich. Außerdem wird sie heute selbst von einer Assistentin unterstützt, von Christina Thies-Michalik. Und für die praktischen Angelegenheiten stehen Scheel "ihre Jungs" von der Haustechnik zur Seite. Einer davon ist Udo Muche, der täglich seine Runden durchs Gebäude dreht. "Wir sorgen dafür, dass die Heizung und die Lüftung funktionieren", sagt er. Und im Notfall helfen sie auch mal Kunden aus der Patsche, wenn der Aufzug stecken bleibt. Scheel klopft ihm dankbar auf die Schulter, sie muss weiter.

Der Plausch ist wichtig

Denn heute muss die Managerin noch einen ganzen Haufen Zettel loswerden. Darauf steht, wie die neue Evakuierungsanlage funktioniert, falls das Shopping-Plaza mal geräumt werden muss. Auch Andrea Otto vom Modeladen Gerry Weber bekommt einen. Ganz nebenbei fragt Scheel nach dem Befinden. Wie läuft's, wo gibt es Probleme? "Ich nehme mir immer die Zeit für einen Plausch zwischendurch, das ist wichtig", sagt die Chefin des Einkaufszentrums. 

Diese freundliche und stets anpackende Art kommt bei den Kollegen sichtlich gut an. Stellt sich nur noch eine Frage: Wann will die Managerin ein zweites Mal und dann vielleicht sogar endgültig in Rente gehen? Scheel zuckt mit den Schultern. "Die Verantwortlichen suchen einen Nachfolger", sagt sie. "Aber nicht besonders intensiv." Das ist das Shopping-Plaza

Das Einkaufszentrum an der Havelser Straße wurde im Oktober 1996 eröffnet. Heute sind auf 12.000 Quadratmetern Verkaufsfläche 40 Geschäfte, Restaurants und Arztpraxen untergebracht. "Wir haben vor allem Textilien-Läden, aber auch Elektronikhändler", sagt Centermanagerin Angelika Scheel. und  Dort sind etwa 300 Mitarbeiter beschäftigt. Das Einzugsgebiet erstreckt sich außer auf Garbsen vor allem auf die Nachbarkommunen Seelze, Wunstorf und Neustadt, sagt Scheel. Als stellvertretende Vorsitzende der hauseigenen Werbegemeinschaft will sie den Bekanntheitsgrad aber stetig vergrößern. "Auch die Taxifahrer in Hannover sollen wissen, wo das Shopping-Plaza in Garbsen ist", sagt sie.

Wer mit dem eigenen Auto anreist kann das auf einem fast 1400 kostenlosen Parkplätze abstellen. Allein 277 davon befinden sich im Parkhaus. Auf dessen Dach befindet sich, von außen kaum sichtbar, ein kleines Wohngebiet. Zwischen den 63 Wohnungen (40 bis 130 Quadratmeter) haben die Planer eine Parkanlage mit kleinen Seen und Brücken angelegt. Dazu befinden sich dort ein Fitnessstudio und das Tanzcentrum Kressler.

doc6us8jwxdzixkmgztcq4

Fotostrecke Garbsen: Sie ist die Problemlöserin im Shopping-Plaza

Zur Bildergalerie

Von Gerko Naumann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6wcrvl2makxyh1hkj8x
Börse bringt Studenten und Firmen zusammen

Fotostrecke Garbsen: Börse bringt Studenten und Firmen zusammen

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr