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Anlage saugt Abgase sicher ab

Garbsen Anlage saugt Abgase sicher ab

Die Stadt Garbsen hat in diesem Jahr fast alle Stellplätze in den Feuerwehrgerätehäusern mit speziellen Anlagen ausgestattet, um die Abgase der Dieselfahrzeuge aufzufangen. Der Gesetzgeber verlangt das.

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Feuerwehrsprecher Stefan Müller zeigt, wie die Schläuche der neuen Absauganlagen direkt am Fahrzeug angebracht werden.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. „Wir müssen in wenigen Fällen noch abwarten, da Fahrzeuge neu beschafft werden und wir nicht doppelt arbeiten wollen“, sagt Stadtsprecher Marco Rühmkorf.

Rund 95.000 Euro wird die Nachrüstung kosten. Nach Auskunft des Stadtsprechers entfallen auf die Absauganlagen und deren Montage etwa drei Viertel der Summe, das restliche Viertel wird für begleitende Arbeiten gebraucht. Dazu zählen etwa Wand- und Dachdurchbrüche, Kernbohrungen, Elektroinstallationen für den Auslösemechanismus, eventuelles Umlegen von Leitungsführungen oder Installationen sowie Umrüstungen an den Fahrzeugen - einige Auspuffanlagen müssen zuvor angepasst und verlängert werden.

Bei dem Abgas-Absaugsystem handelt es sich um eine an der Hallendecke montierte Absauganlage, bei der der Absaugschlauch direkt zum Auspuff des Fahrzeugs geführt wird. Eine Arretierung erfolgt per Magnet am Fahrzeug. Der Absaugschlauch mündet oben in eine sechs Meter lange Schiene, die es ermöglicht, dass der Schlauch bei der Ausfahrt des Einsatzfahrzeugs bis fast zum Tor am Auspuff des Fahrzeuges mitläuft und erst kurz vor dem Tor durch Umschalten des Magnets vom Fahrzeug getrennt wird. So gelangten fast keine Abgase in die Fahrzeughalle, wo sie Menschen und Ausstattung gefährden könnten, sagt Rühmkorf.

Beim Einfahren in die Halle funktioniert das System auch in die andere Richtung. Der Fahrer muss nur kurz im Torbereich anhalten, um den Saugstutzen auf den Auspuff des Fahrzeugs zu stecken. Die Aktivierung der Absauganlage - das heißt des zentralen Ventilators, der die Luft durch die Außenwand oder über das Dach nach draußen zieht - kann unterschiedlich erfolgen: per Schalter, aufgeschaltet an die Toröffnung oder an eine gegebenenfalls vorhandene Alarmschaltung der Wache. „Da das bei unseren Wachen unterschiedlich gehandhabt wird, haben wir dies mit den Ortsbrandmeistern besprochen und werden es wenn möglich nach deren Wünschen einrichten“, sagt Rühmkorf.

Die nächste zusätzliche Aufgabe bei den Feuerwehren steht schon an: Die Rolltore müssen nach den neuen Sicherheitsbestimmungen ausgewechselt werden. Sie stoppen nicht automatisch, wenn unter dem Tor ein Mensch steht. In zwei Wachen ist der Austausch erledigt. Weitere kommen in den nächsten Jahren. Einen konkreten Nachrüstungsplan gibt es nicht. Die Kosten betragen rund 27.000 Euro pro Tor.

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