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Sondermülldeponien: Anlieger fordern Beirat

Garbsen Sondermülldeponien: Anlieger fordern Beirat

Zwei Anlieger der alten Sondermülldeponien in Stelingen fordern einen Sanierungsbeirat. Sie misstrauen der Region Hannover, weil Papiere, die für sie bestimmt waren, nicht angekommen sind.

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Links die Deponie Hohler Weg, recht die Deponie Sander. Münkels haben Immobilienbesitz in der Stralsunder Straße zwischen Stöckener- und Engelbosteler Straße. Dorthin breiten sich Gifte im Grundwasser aus. Im Brunnen von Münkels wurden keine Schadstoffe festgestellt, nur ein erhöhter Zinkwert.

Quelle: HAZ-Grafik

Stelingen. Florian und Tino Münkel gehört ein Haus an der Stralsunder Straße, östlich der Deponie Hohler Weg. Aus der Leine-Zeitung hatten sie erfahren, dass sich Giftstoffe im Grundwasser Richtung Osten ausbreiten. Als sie die Region jetzt um eine Analyse ihres Brunnenwassers baten, erfuhren sie, dass das im April längst passiert ist – ohne ihr Wissen.

In einem Brief an die Region, die Stadtverwaltung und Parteien schreiben sie außerdem, die Region habe ihnen einen Untersuchungsbericht zugedacht. Der Bericht sei im Juni dem ehemaligen Eigentümer der Deponiefläche übergeben worden mit der Bitte um Weiterleitung an Münkels, weil die Region Münkels Adresse nicht hatte, heißt es offiziell. "Bedauerlicherweise unterließ diese Person die persönliche Übergabe", schreiben Münkels und zweifeln daran, dass das Verfahren nach rechtsstaatlichen Grundsätzen abläuft. Die Region war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Das Bundesbodenschutzgesetz verlangt eine Information der Anlieger über Ausmaß und Gefahren. Nach dem Niedersächsischen Bodenschutzgesetz sollen Anlieger, auf deren Grundstück etwas untersucht wird, rechtzeitig vorher informiert werden. Münkels seien weder über die Kontamination, noch über Untersuchungsergebnisse in Kenntnis gesetzt worden, schreiben sie. Sie fordern die Gründung eines Sicherungs- und Sanierungsbeirates.

Auch das ist als Kann-Bestimmung im Gesetz vorgesehen. Der Beirat hätte Bedenken und Anregungen im Vorfeld zu sammeln und zu erörtern. Die Region hätte den Beirat laufend zu unterrichten und an Entscheidungen zu beteiligen. Ihm würden Region, Stadt, Eigentümer der Deponieflächen und Vertreter der Anlieger angehören. Münkels werben bei den Fraktionen dafür.

Der Umweltausschuss und der Ortsrat Berenbostel tagen zum Thema Altlasten öffentlich am 27. Juli, 18 Uhr, im Rathaus.

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Von Redakteur Markus Holz

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