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Frielinger protestieren gegen Südlink-Trasse

Garbsen Frielinger protestieren gegen Südlink-Trasse

Zu einer Versammlung der Garbsener Bürgerinitiativen gegen Südlink in Frielingen sind am Donnerstagabend 150 Anwohner gekommen. Sie haben ihren Unmut über die Planungen des Netzbetreibers deutlich gemacht, der dort Erdkabel verlegen will. Einige Teilnehmer zogen mit Transparenten und Treckern durch den Ort.

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Die Südlink-Planungen bewegen viele Menschen: Mehr als 150 sind zur Veranstaltung der Garbsener Bürgerinitiativen in Frielingen gekommen.

Quelle: Gerko Naumann

Frielingen. Schon eine Viertelstunde vor Beginn gab es im Saal des Hotels Bullerdieck keinen freien Stuhl mehr. Und noch immer kamen Anwohner herein, die der Einladung der Garbsener Bürgerinitiativen gegen Südlink gefolgt waren. Es wurde schnell deutlich, dass die Befürchtungen der Menschen in Garbsen vor der Südlink-Trasse weiter groß sind. Die soll im Zuge der Energiewende unterirdisch verlegt werden, um Strom von Nord- nach Süddeutschland zu bringen. Vor allem der Stadtteil Frielingen wäre von den Folgen betroffen, wie Organisator Hans-Rüdiger Steinmetz betonte: "Frielingen spielt in beiden möglichen Trassen-Varianten im Westen der Region Hannover eine Rolle", sagte er.

Auch deshalb hatte sich schon vor dem Treffen eine Gruppe von etwa 50 Anwohnern mit Plakaten und Treckern auf den Weg durch den Ort gemacht. Begleitet von Polizeifahrzeugen riefen sie: "Hui, hui, hui, Südlink pfui" und "Südlink weg, hat keinen Zweck".

Die Besucher der Bürgerversammlung drückten sich etwas anders aus, meinten aber das gleiche. So schlug eine Anwohnerin dem Netzbetreiber vor, die Erdkabel weiter im Osten der Region zu verlegen, so wie es eine weitere Variante von Tennet vorsieht. "Der Bereich dort ist nicht so eng besiedelt wie der hier", sagte sie und erntete dafür zustimmenden Applaus.

Garbsens Bürgermeister Christian Grahl warnte vor weiteren "spürbaren Zerschneidungen" des Stadtgebietes neben der Autobahn 2 und der Bundesstraße 6. Die kämen vor allem Landwirte teuer zu stehen, betonte auch Holger Hennies vom Vorstand des Landvolkes. "80 Prozent der Erdkabel verlaufen unter landwirtschaftliche Flächen", rechnete er vor. Seine Kollegen und er befürchteten, dass die Böden austrocknen - und damit wirtschaftliche Einbußen.

Um die Gemüter etwas zu beruhigen, setzte Tennet-Sprecher Matthias Wantia auf einen Vergleich aus dem Fußball. Die eigentlichen Planungsverfahren bezeichnete er als erste und zweite Halbzeit. "Derzeit befinden wir uns noch vor dem Anpfiff, wir haben lediglich die Mannschaftsaufstellung bekannt gegeben", sagte Wantia. Das bedeute: Es bleibe für die Bürger noch genügend Zeit, um Kritik am konkreten Verlauf der Trasse zu äußern. Eine Entscheidung für eine der drei Varianten sei definitiv noch nicht gefallen. Wantia räumte aber auch ein, dass es "konfliktfreie Lösung" nicht geben kann. 

Das nächste Treffen der Bürgerinitiativen ist geplant für Donnerstag, 26. Januar. Es beginnt um 19 Uhr in Schloß Ricklingen - im Hotel Schubert, Im Dorfe 6. Weitere Informationen gibt es online auf garbsen-gegen-suedlink.de

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"Stopp die Trasse": In Frielingen beziehen die Anwohner klar Stellung

Quelle: Gerko Naumann

Von Gerko Naumann

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