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Weniger Schwerverletzte bei Verkehrsunfällen

Garbsen Weniger Schwerverletzte bei Verkehrsunfällen

Die Gesamtzahl der Unfälle ist im vergangenen Jahr in Garbsen von 1335 (2014) auf 1366 angestiegen. Gleichzeitig sank die Zahl der Schwerverletzten von 19 (2014) auf 11. Das sagte Reinhard Bruns von der Polizeiinspektion Garbsen am Freitagnachmittag bei der Vorstellung der Unfallstatistik.

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Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern - hier mit einer Stadtbahn am Planetenring - ist wieder angestiegen auf das Niveau der früheren Jahre.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. 2015 ereignete sich nur ein tödlicher Unfall: Eine 27-jährige Motorradfahrerin starb im August auf der B 6, als sie aus unbekannter Ursache die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. 2014 waren zwei Menschen auf Garbsens Straßen gestorben, 2012 und 2013 gab es keinen tödlichen Unfall.

Bei den Unfällen mit Radfahrern hat es einen starken Anstieg gegeben: von 68 Fällen 2014 auf 94. "Das können wir uns nicht wirklich erklären", sagte Bruns. Der Blick auf die Zahlen in den vergangenen Jahren zeigt jedoch, dass das Jahr 2014 der eigentliche Ausreißer war: In den Jahren von 2010 bis 2013 lag das Niveau bei 82 bis 94 Unfällen. Ein mögliche Erklärung: die Witterung. Im Jahr 2014 gab es Schnee bis in den April. 

Bei den Unfallursachen zeigt sich ein bekanntes Bild: Die überwiegende Mehrzahl (586) sind Parkplatzunfälle, die auf den großen Parkplätzen, vor allem an Supermärkten vorkommen. "Dabei haben wir, an den Zahlen der Versicherungen gemessen, nur rund die Hälfte dieser Unfälle erfasst", sagt der  Leiter der Polizeiinspektion in Garbsen, Ulrich Knappe. 200 Auffahrunfälle gab es, davon die Hälfte auf der B6, dahinter rangieren Abbiegefehler und Vorfahrtsverletzungen. Wenig Bedeutung haben Tempounfälle: Es waren 37.

Bei den Unfallschwerpunkten bleibt die Bundesstraße 6 im Fokus: An der B6/Langenhagener Straße kamen 28 Unfälle vor - gegenüber knapp 50 in den Vorjahren. "Das hat sicher mit der Aufstellung des Blitzers 2014 zu tun", sagte Bruns. Es folgt die Kreuzung B6/Gutenbergstraße mit 15 Verkehrsunfällen und die Kreuzung Molkereistraße mit neun Unfällen, alle stadtauswärts Richtung Neustadt. An der Molkereistraße ist zum ersten Mal seit der Aufstellung des Blitzers 2011 wieder ein Unfallschwerpunkt entstanden.

Den Anstieg der Verkehrsunfallfluchten findet Bruns besonders ärgerlich. 2014 waren es noch 390, im vergangenen Jahr dann bereits 404 Fälle. "Da sind die Zahlen noch nie gesunken. Es werden immer mehr", sagte Bruns. Zugleich ist die Aufklärungsquote angestiegen: Sie liegt jetzt bei 40 Prozent. Bruns appellierte an Unfallverursacher, den "Mumm zu haben", sich selbst zu melden: "Man muss sich nur vorstellen, wie es im umgekehrten Fall wäre."

Von Bernd Riedel und Leah Wildner

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