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Romeo und Julia auf Jobsuche

Garbsen Romeo und Julia auf Jobsuche

Projekt "mach:ART": Jugendliche bereiten sich auf den Berufseinstieg mit einem selbst erarbeiteten Theaterstück vor. Herausgekommen ist eine gelungene Modernisierung des Shakespeare-Stoffes, die nur einen Haken hat.

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Sprachflatrate statt Liebesgedicht. Der Shakespeare-Klassiker wurde generalüberholt.

Quelle: Benjamin Behrens

Auf der Horst. Die Bühne der Aula im Schulzentrum am Planetenring verdunkelt sich. Zeit für das Projekt "mach:ART". Auf die Bühne kommen junge Menschen, denen ein wenig Schauspielerfahrung die Suche nach einem Job erleichtern soll.

Ein junger Mann in typischer Kleidung eines Shakespeare-Stückes tritt ins bläuliche Scheinwerferlicht. Er beginnt mit einem Ausschnitt aus Romeo und Julia. Den Verliebten hat es nachts in den Garten seiner angebeteten Julia gezogen. Doch ihre Familien sind verfeindet, die Liebe darf nicht sein - so weit, so bekannt. "Ich will von nun an meinem Taufnahmen entsagen - ich will nicht mehr Romeo sein." Und da gerät der Darsteller ins Stocken.

Der wird doch wohl nicht ausgerechnet in der Premiere den Text vergessen haben? "Halt, halt, stop." Rufend eilt ein sichtlich verärgerter Regisseur auf die Bühne. Langsam wird klar, was vor sich geht - Theater im Theater. Das Stück lautet "Wir spielten Romeo und Julia". Es ist von der 16-köpfigen Theatergruppe selbst entwickelt worden. Die namensgebenden Shakespeare-Figuren und ihr Schicksal sind nur die Rahmenhandlung.

Das Ensemble versucht sich an dem Stück, da bleiben auch neben der Bühne Liebschaften, Eifersuchtsdramen und sogar handfester Mord nicht aus. Immer wieder gleiten die Darsteller zwischen den einzelnen Ebenen hin und her. Das ist gewagt, schließlich muss der Zuschauer den Gedankensprung mitmachen. Stellenweise überzeugt die Lust der Akteure, allen voran der Hauptdarsteller Mergim Raca und Larissa Ljatifi, aber so sehr, dass es zu verschmerzen ist, wenn etwas unklar bleibt.

"Ich fand es sehr interessant, das war etwas Neues", sagt Jennifer Schlender. Nadine Wildner hat das Stück auch gefallen. "Teilweise hatte ich aber wirklich Hänger, wo ich nicht ganz folgen konnte", sagt sie. Romeo und Julia stehen heute, Donnerstag, ab 19 Uhr zum zweiten und letzten Mal auf der Bühne.

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Von Benjamin Behrens

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