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August bedeutet Wespenzeit

Garbsen August bedeutet Wespenzeit

Der Naturschutzbund hat in diesen Tagen alle Hände voll zu tun: Jeden Tag rufen besorgte Garbsener an, die sich von Wespen belästigt fühlen oder in ihren Gärten Wespen- oder Hornissennester entdeckt haben. Vermehrte Fälle von Insektenstichen gebe es allerdings nicht, sagen die Nabu-Experten.

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Dort sehen Michael Lucas (von links), Dagmar Strube und Waldemar Wachtel vom Nabu Hautflügler am liebsten: Im Insektenhotel. Nabu (2)

Quelle: Nabu

Garbsen. Beim Nabu-Vorsitzenden Waldemar Wachtel sind es fünf oder sechs Anrufe pro Woche, mit steigender Tendenz. Beim Nabu-Hautflügler-Experten Michael Lucas sind es ein oder zwei Anrufer pro Tag, an manchen Tagen auch drei oder vier.

Wichtigster Punkt für die beiden Tierschützer: Hautflügler wie Hornissen, Wespen, Hummeln und Wildbienen stehen unter strengstem Naturschutz. Sie dürfen nicht getötet werden. Und eine Umquartierung oder Umsiedlung des Nestes darf nur vorgenommen werden, wenn Gefahr droht, etwa wenn Kinder gefährdet sind.

Hautflügler, seien es die gelb-schwarzen Wespen, seien es die größeren Hornissen, sind nicht von sich aus aggressiv. „Sie reagieren aggressiv, wenn sie sich bedroht fühlen“, sagt Wachtel. Grundregel beim Umgang mit Hautflüglern: nicht herumfuchteln oder nach ihnen schlagen.

„Ein Nest im Garten bedeutet nicht automatisch Gefahr“, sagen Wachtel und Lucas. In manchen Fällen können die Anrufer schon am Telefon mit einigen Informationen beruhigt werden. In manchen Fällen kommt Lucas und besieht sich die Lage vor Ort. Wenn möglich, werden Nester umquartiert, das heißt innerhalb des Gartens, in wenigen Fällen ganz umgesiedelt. Dabei tragen die Nabu-Experten Schutzanzüge. Weder Lucas noch Wachtel haben schlechte Erfahrungen mit Wespen und Hornissen im eigenen Garten gemacht.

Im August ist die Individuenzahl am größten. „Deshalb sind die Wespen sehr geschäftig, sie müssen schnell viel Nahrung beibringen“, sagt Lucas. Diese Aufdringlichkeit wirkt aggressiv - ist sie aber nicht. Ein vermehrtes Auftreten von Wespen und Hornissen, die manche Experten sehen und auf den milden Winter zurückführen, hat Wachtel nicht beobachtet: „Es sind so viele wie immer“, sagt er.

Wespen und Hornissen sind nützliche Insektenjäger. „Die besten und effektivsten, die es gibt“, sagt Wachtel. Wer Erdwespen in seinem Garten hat: Die nutzen die Höhlen von Wühlmäusen - nachdem sie diese vertrieben haben.

Die Völker überleben den Sommer nicht. Nester können im Spätherbst entfernt werden, und der Nabu hätte an solchen Nestern Interesse - „als Anschauungsmaterial“, sagt Wachtel. Alte Nester werden in der Regel nicht neu bezogen.

Stiche sind in den meisten Fällen nicht gefährlich. Bei möglichen allergischen Reaktionen sollte man schleunigst den Arzt aufsuchen. Von vermehrten Vorfällen mit Insektenstichen haben Wachtel und Lucas aber noch nichts bemerkt.

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