Am späten Vormittag entdeckte ein Bauer, dass seine zehn Jungbullen von einer Weide in Schloß Ricklingen entlaufen waren. Sieben Tiere konnten vom Besitzer ohne fremde Hilfe schnell wieder auf die Weide getrieben werden. Die restlichen drei wurden erst in den Mittagsstunden entdeckt.
Während sich ein Bulle an einem See in Garbsen aufhielt und ein weiterer in der Feldmark in der Nähe des Sees gesichtet worden war, versuchte ein Tier im Bereich der Anschlussstelle Garbsen auf die Autobahn 2 zu kommen. Nur mit Mühe konnten Einsatzkräfte der Polizei sowie mehrere Helfer den Jungbullen daran hindern.
Da von diesem Bullen eine erhebliche Gefährdung für den Straßenverkehr ausging wurde die Feuerwehr Hannover mit dem Tierrettungswagen von der Polizei angefordert. Da der Bulle nicht eingefangen werden konnte, setze ein Helfer ein Betäubungsgewehr auf den etwa 350 bis 400 Kilo schweren Bullen an.
Doch das Betäubungsmittel wirkte nicht schnell genug: Das Jungtier lief daraufhin weiter in Richtung Garbsen Horst. Es begann eine kurze, aber sehr schweißtreibende Verfolgungsjagd. Nach ungefähr 2,5 Kilometern quer über mehrere Feldwege brach der Jungbulle schließlich kurz vor der Ortschaft Horst erschöpft zusammen und konnte auf einem Viehanhänger verladen werden.
Das Tier wurde seinen Besitzern übergeben und sollte noch m Sonnabend tierärztlich untersucht werden.
Die übrigen zwei Jungbullen werden wurden von ihrem Besitzer und mehreren Helfer eingefangen. Da von diesen Tieren derzeit keine Gefährdung ausgeht, mussten sie nicht betäubt werden.
Die Feuerwehr Hannover war mit insgesamt vier Einsatzkräften vor Ort.
