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Badepark: Gremien lehnen SPD-Antrag ab

Garbsen Badepark: Gremien lehnen SPD-Antrag ab

Die SPD ist mit ihrem Antrag, statt des Zentralbades den Badepark in Berenbostel neu zu bauen, bisher auf ganzer Linie gescheitert. Bei einer Mammutsitzung am Dienstagabend im Forum der IGS, an dem zwei Ratsausschüsse und alle vier Ortsräte teilnahmen, stimmte nur der Ortsrat Berenbostel mit Mehrheit dafür.

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Erich Pohl (stehend) leitet die Mammutsitzung mit zwei Ausschüssen und vier Ortsräten.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen-Mitte. Ausschlaggebend für die Abstimmung im Ortsrat Berenbostel war die Stimme von Ortsbürgermeister Werner Baesmann - er will als einer der wenigen in der CDU den Badepark erhalten sehen. Alle anderen Ortsräte, der Kultur- nd Sportausschuss sowie der Schulausschuss stimmen mit Mehrheit gegen den SPD-Antrag.

Wie im Wahlkampf und nach der Wahl angekündigt, hat die SPD das Thema Badepark wieder auf die Tagesordnung gebracht. Um die geplante Abstimmung im Rat am 12. Dezember zu gewährleisten, haben zwei Ausschüsse und die Ortsräte gemeinsam getagt. Der Antrag lautete, die Planungen zum Zentralbad sofort zu stoppen, weitere Vorbereitungen zu unterlassen (dazu gehört auch die Auftragsvergabe an den Architekten) und stattdessen mit dem Neubau des Badeparks - die Pläne sind seit mehr als einem Jahr praktisch baureif - zu beginnen. Über das Vorgehen beim ebenfalls maroden Hallenbad am Planetenring sollte dem Antrag gemäß " zu einem späteren Zeitpunkt" entschieden werden - nicht vor 2020, wie SPD-Ratsherr Martin Fochler sagte. War das ein Abrücken von der Zweibäderlösung, die die SPD im Wahlkampf immer wieder gefordert hatte? Günther Petrak (Unabhängige) empfand es so und warf der SPD einen "Rückzieher" vor. 

Die SPD versuchte in der zähflüssigen Debatte den "Zahlenspielereien der Verwaltung" eigene Zahlenspiele entgegen zu setzen: So rechnete sie die Kosten für Shuttle-Busse für die Schulklassen auf 40 Jahre hoch (wie die Verwaltung es mit den Betriebskosten getan hatte) und kam dabei auf einen Betrag von mehr als drei Millionen Euro. Die verbesserte Steuersituation sei in den Haushaltsplänen nicht gebührend berücksichtigt worden - das bestritt die Verwaltung. Man dürfe nicht die Kosten für das Hallenbad am Planetenring und den Badepark zusammenwerfen, sagte Fochler, sondern müsse den Badepark für sich betrachten: Dann komme man auf rund 19 Millionen Euro Baukosten, sagte Fochler. Es gebe keine verlässlichen Zahlen, beim Zentralbad seien die Kosten für ein Freibad noch nicht berücksichtigt.

Bei der Einwohnerfragestunde wurde der Vorschlag gemacht, Badepark und  Hallenbad am Planetenring von einer Gmbh betreiben zu lassen. Die Antwort der Verwaltung und von Grünen und Unabhängigen: Es habe sich bisher niemand gefunden, der so eine Gmbh ins Leben rufen wolle. Er gehe nicht davon aus, dass eine Gesellschaft eine "wirtschaftliche Alternative" wäre, sagte Kämmerer Walter Häfele - unter dem Vorbehalt einer genauen Prüfung, falls ein solcher Vorschlag auf seinen Tisch käme.

Grünen Ratsherr Darius Pilarski brachte irgendwann auf den Punkt, was die gesamte Mammutversammlung einschließlich der gar nicht so zahlreich erschienenen Zuhörer wohl auch so empfand: Alle Argumente seiene ausgetauscht, jeder habe seine feste und unverrückbare Meinung.

So stimmten die Gremien ab

Kultur- und Sportausschuss: fünf Ja, sieben Nein, eine Enthaltung (AfD); Schulausschuss: fünf Ja, sechs Nein; Ortsrat Berenbostel: fünf Ja, vier Nein; Ortsrat Garbsen: drei Ja, sieben Nein; Ortsrat Horst: drei Ja, fünf Nein, eine Enthaltung (AfD); Ortsrat Osterwald: drei Ja, vier Nein, eine Enthaltung (Unabhängige). Nicht alle Gremien waren in vollständiger Stärke erschienen.

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Baustelle Badepark Berenbostel: Das Hallenbad ist abgerissen, die Rutsche des Freibadebeckens steht noch.

Quelle: Bernd Riedel
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