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BKA-Gutachter: Tatwaffe ist nicht die Tatwaffe

Garbsen/Verden BKA-Gutachter: Tatwaffe ist nicht die Tatwaffe

Der Mordversuch an einem Nienburger Geschäftsmann wird immer rätselhafter - zumindest für das Landgericht Verden: Jetzt hat ein Gutachter des Bundeskriminalamtes (BKA) bestätigt, dass die Tatwaffe nicht die Tatwaffe ist.

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Überraschung im Landgericht Verden: Ein BKA-Gutachter hält die gefundene Tatwaffe nur für eine Kopie der eigentlichen.

Quelle: Symbolbild

Garbsen. Im Dezember 2014 soll ein 33-jähriger Garbsener auf den Geschäftsmann geschossen haben, angeblich im Auftrag zweier jesidischer Familien. Bei der Festnahme hatte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) eine Waffe gefunden. Am Montag zerlegte der Waffenexperte des BKA den Nachbau der Browning, Kaliber 7.65, auf dem Richtertisch in ihre Einzelteile, bis er den Schlagbolzen in der Hand hielt.

Zu einer der Kugeln, die man dem Nienburger herausoperiert hatte, passe lediglich der Abdruck dieses Schlagbolzens, nicht aber die Waffe. „Es spricht vieles dafür, dass der Schlagbolzen aus der Tatwaffe herausgenommen und in diese Pistole eingesetzt worden ist“, erklärte der Experte. Zweite Möglichkeit: Der Lauf der Waffe wurde nach den Schüssen auf den Geschäftsmann überarbeitet, um Spuren zu beseitigen. Dann müsste aber jemand vergessen haben, den Schlagbolzen zu ändern. Der Kriminalbeamte berichtete von illegalen Waffenschmieden am Chaiber-Pass zwischen Afghanistan und Pakistan, beliebte Lieferanten für kriminelle Gruppen und Terroristen. „Ich gehe davon aus, dass die vorliegende Waffe von dort stammt“, sagte der BKA-Beamte.

Der Vorsitzende Richter Volker Stronczyk sprach aus, was mancher im Saal gedacht haben dürfte: Welchen Grund hat das Ganze? „Vielleicht gibt es einen ganz großen Plan, den noch keiner kennt“, sagte der BKA-Mann. Die Rote Armee Fraktion (RAF) habe das gern praktiziert, „um uns zu verwirren“. Der Prozess soll am 3. Dezember fortgesetzt werden.

Von Wiebke Bruns

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