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Neustart im Bürgerpark

Garbsen/Berenbostel Neustart im Bürgerpark

Der Verzicht auf die Berenbosteler Begegnungsstätte im Bürgerpark als einem wichtigen Treffpunkt hatte die Vereine schwer getroffen. Umso feierlicher und hoffnungsvoller fiel die kleine Feierstunde am Mittwochmorgen zur Wiedereröffnung nach dem Brandanschlag im Dezember aus.

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Zur feierlichen und lange herbeigesehnten Wiedereröffnung der Begegnungsstätte am Mittwochmorgen im Bürgerpark gibt es feine Häppchen von der Jugendwerkstatt.

Quelle: Bernd Riedel

Berenbostel. Die Sanierung hat rund 100.000 Euro gekostet. Die Versicherung trug den Schaden. Von der Stadt kamen 8000 Euro dazu - für die Modernisierung der Beleuchtung. Die alten Lampen hatten bei Dauerbetrieb für einen Temperaturanstieg gesorgt. In der Nacht vor Heiligabend hatte das Feuer in einem Papiercontainer auf das Gebäude übergegriffen und es weit mehr beschäftigt, als zunächst abzusehen war: Heizung und Lüftungssteuerung wurden zerstört. Ruß und Rauch drangen in die Küche und in alle weiteren Räume. Das Dach musste bei den Löscharbeiten geöffnet werden. Das Gebäude war unbenutzbar geworden. Die Hoffnung, der Schaden sei begrenzt und die Begegnungsstätte könnte binnen zwei Monaten wieder geöffnet werden, trog.

Das Gebäude nutzten und nutzen nun weiter der Heimatverein, der Berenbosteler Sozialverband, der Schachverein, der Altenkreis Frohsinn, die AWO Berenbostel, das DRK, die Rentner-Union, der Verband Wohneigentum und die Evangelische Jugendwerkstatt. Seniorenberaterin Heike Müller-Schulz, Sozialdezernentin Iris Metge, Bürgermeister Christian Grahl und Ortsbürgermeister Werner Baesmann begrüßten rund 50 Vereinsvertreter bei der Feierstunde. "Ab heute ist es wieder Ihre Begegnungsstätte", sagte Metge.

Einige der Vereine hatten sich eigene Ausweichquartiere gesucht, andere kamen im Cäcilienhof unter. Lediglich die Jugendwerkstatt fand keine neue Bleibe und musste mit der Wiedereröffnung des Offenen Cafés, freitags von 10 bis 13 Uhr, bis gestern warten. Entsprechend ungeduldig war die Sanierung des Hauses erwartet worden. Ein kleiner Schönheitsfehler soll bald beseitigt werden: Es gibt noch keine neuen Vorhänge, Lichtbildervorträge sind daher zurzeit nicht möglich.

Hoffnung macht den Vereinen nicht  nur die Sanierung ihres Hauses. Baesmann will die "grüne Lunge" Bürgerpark zum Zentrum, zur "guten Stube", zum Herz Berenbostels weiter entwickeln - im Schulterschluss mit dem Bürgermeister. Hatte dessen Amtsvorgänger Alexander Heuer sich oft auf den juristischen Weg verlassen - auch was die beiden jetzt leerstehenden Häuser im Bürgerpark betrifft, versucht Grahl es immer wieder mit pragmatischen Ansätzen, so auch im Bürgerpark: Nach mehreren Versuchen gibt es jetzt einen ernsthaften Interessenten, den Verein Balance, der dort in einer Dependance seelisch und psychisch kranke Menschen betreuen will. Das würde den Bürgerpark beleben, und zugleich würde es ihn sicherer machen. Das jedenfalls hoffen Baesmann und Grahl.

Zuletzt hatte es immer wieder Querelen um Alkohol trinkende Gruppen von Männern, Ruhestörung und Vandalismus gegeben. Der bis vor Kurzem in einem der Häuser residierende Friseur Kaiser gab sein Geschäft nach eigenen Worten aus Frust auf. Der Bürgerpark solle wieder zu dem werden, was er einmal war, sagte Grahl. Zusammen mit Baesmann ist er optimistisch, dass es mit dem Vereine Balance in den nächsten Monaten eine zukunftsträchtige Übereinkunft geben wird.

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