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Berenbostel steht vor großen Veränderungen

Garbsen Berenbostel steht vor großen Veränderungen

Berenbostel wird in den nächsten Jahren "sein Gesicht verändern". Das sagt einer, der es wissen muss. Schließlich ist Werner Baesmann vor 70 Jahren dort geboren und seit 31 Jahren Ortsbürgermeister. Die wichtigsten Projekte sind der Neubau des Badeparks und die Sanierung des Kronsberges.

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"Ich bin ein Kind Berenbostels": Der Brunnen an der Roten Reihe ist einer der Lieblingsorte von Ortsbürgermeister Werner Baesmann.

Quelle: Gerko Naumann

Berenbostel/Stelingen. Baesmann legt seine Hand auf den großen Stein des Brunnens an der Roten Reihe. "So, jetzt darf ich mir nach dem alten Brauch etwas wünschen", sagt der 70-Jährige. Und was wäre das wohl, wenn es um die Zukunft "seines" Stadtteils Berenbostel und die mehr als 14.000 Einwohner geht?

Natürlich fällt Baesmann an dieser Stelle zuerst der Wiederaufbau des Badeparks ein. Der war vor etwa einem Jahr abgerissen worden, weil er marode war. Stattdessen sollte ein neues Zentralbad in Garbsen-Mitte entstehen. Aber der Rat entschied gleich zweimal anders, nämlich für den Wiederaufbau des Badeparks - auch wegen der massiven Proteste aus Berenbostel. Baesmann selbst stellte sich von Anfang an gegen seine Fraktion, die CDU im Rat. "Ich habe immer mit offenen Karten gespielt", sagt er heute. In den eigenen Reihen habe er nie verschwiegen, dass er sich für den Erhalt des Standortes stark machen werde. "Das war ich den Leuten in meinem Heimatort als langjähriger Ortsbürgermeister schuldig", sagt Baesmann.

Gegen die eigene Partei

Er hofft, dass der neue Badepark "in etwa zweieinhalb Jahren" steht. Wichtigste Voraussetzung dafür, so betont der Berenbosteler, ist, dass die Kommunalaufsicht den Haushalt der Stadt genehmigt. Die Menschen im Stadtteil fiebern diesem Tag schon entgegen, weiß Baesmann. "Wir haben hier ein Schulzentrum, dass den Badepark nutzt, einen Schwimmverein und die Rettungsschwimmer der DLRG", sagt er. An diese Menschen habe er gedacht, als er auch gegen die eigene Partei gestimmt habe. Falsch sei die Behauptung, so Baesmann weiter, dass er deshalb nicht mehr als Kandidat für den Rat aufgestellt worden sei.

"Ich hätte sowieso aufgehört", betont er. Nach 45 Jahren in der Kommunalpolitik reiche ihm das Amt das Ortsbürgermeisters völlig. Zudem sei Baesmann, der gesundheitliche Probleme hat, mit anderen Ehrenämtern ausgelastet. Als Vorsitzender des Heimatvereins ist er an der Organisation von rund 60 Veranstaltungen beteiligt. Beim Museumsverein kümmert er sich um die Kasse. Und diese Liste ließe sich noch weiter fortführen.

Das alles macht Baesmann nach wie vor "mit viel Einsatz und Freude", wie er selbst sagt. Schließlich bezeichnet er sich selbst als "Kind Berenbostels". Und das ist keinesfalls übertrieben. Schließlich ist der 70-Jährihe im Stadtteil geboren, hat immer hier gelebt und gestaltet dessen Entwicklung seit Jahrzehnten mit.

Vom Problemstadtteil zum Vorzeigeobjekt

Deshalb ist sein Augenmerk in den nächsten Jahren auch besonders auf die Entwicklung des Quartiers Kronsberg gerichtet. Dort investieren der Bund, das Land Niedersachsen und die Stadt Garbsen über mehrere Jahre etwa 10 Millionen Euro in die Aufwertung des Stadtteils, in dem viele sozial schwächere Familien leben. Unter anderem soll ein Stadtteilzentrum für Menschen aller Generationen gebaut werden. "Am Ende wird aus dem Problemstadtteil ein Vorzeigeobjekt. Damit wird Berenbostel sein Gesicht stark verändern", hofft Ortsbürgermeister Baesmann.

Eines steht für ihn persönlich trotz dieser vielen Aufgaben für die Zukunft fest: Die laufende Wahlperiode wird seine letzte sein. "Dann war ich 50 Jahre in der Kommunalpolitik tätig. Irgendwann muss ja mal Schluss sein."

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Von Gerko Naumann

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