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Modellflieger sind verärgert über Dobrindt

Garbsen Modellflieger sind verärgert über Dobrindt

Doppeldecker mit Verbrennungsmotoren, Jets mit Modellturbinen, Helikopter, Sportmaschinen und leichte Schaummodelle, die sogar in der Halle fliegen: Besucher erlebten beim Vereinsfest des Modell-Sport-Clubs Garbsen (MSC) die breite Vielfalt des Hobbys.

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Flugschau beim Vereinsfest des Modell-Sport-Clubs-Garbsen: Ein Modellflieger zeigt Kunststücke mit seinem Flieger.

Quelle: Lütjens

Garbsen. Einige Hundert Besucher waren am vergangenen Sonnabend zum Fluggelände an der Burgstraße gekommen. Sie bestaunten die Modelle von der kleinen Piper bis zur 50 Kilo schweren Super Constellation und zeigten sich von den Flugvorführungen der Modellflieger beeindruckt. 42 Piloten, auch von befreundeten Vereinen wie aus Neustadt, waren gekommen. Mit der Resonanz zeigte sich der Vorstand um Vorsitzenden Dieter Weigert zufrieden.

Das Hobby ist aktuell durch Überlegungen des Bundesverkehrsministeriums bedroht. Minister Alexander Dobrindt möchte die Höhenbegrenzung für die Flieger von bislang 150 auf 100 Meter senken. "Das wäre das Ende für unser Hobby, das Tausende in Deutschland betreiben", sagte Vorstandsmitglied Sascha Mauruschat. Daher habe der Deutsche Modellflugverband (DMFV) eine Online-Petition zur Sammlung von Unterschriften gestartet. Diese findet sich unter "Hände weg von meinem Hobby" im Internet. Hintergrund der Pläne des Ministeriums sind offenbar ungeregelte Zustände und Zwischenfälle bei sogenannten Drohnen.

Damit hat der MSC nichts zu tun: "Wir wollen die Gelegenheit nutzen und den Menschen zeigen, was wir so machen. Viele wissen das ja gar nicht", sagte Mauruschat am Sonnabend. Die Piloten hatten zahlreiche Modelle mitgebracht. Dabei handelt es sich um Nachbauten von Originalen. Dafür gibt es Bausätze aus Fertigteilen. Andere wie Mauruschat bauen selbst nach Bauplänen. Sein knallroter Doppeldecker ist komplett selbst zusammengebaut.

Gesteuert werden die bis zu 400 Stundenkilometer schnellen Maschinen per Fernsteuerung. Diese ist meist eine einmalige Anschaffung und kostet rund 200 Euro. Flugmodelle für Einsteiger kosten 80 bis 100 Euro. Nach oben hin sei die Grenze offen, sagte Mauruschat.

Er hat bereits als Jugendlicher mit dem Modellbau angefangen, das Hobby hat ihn nicht mehr losgelassen. "Man ist an der frischen Luft und hängt nicht dauernd vor dem Computer wie so viele junge Leute", sagte er. Außerdem stehe der Spaß und der Zusammenhalt im Vordergrund.

Der Verein besteht seit 27 Jahren und hat 112 Mitglieder. Auch eine Jugendgruppe gibt es. Der Verein ist sehr um den Nachwuchs bemüht. Dieter Weigert und ein Vereinskamerad bieten in der Grundschule Horst eine Modellbau-AG an. Zwölf bis 15 Kinder nehmen teil. Luis, Tim und Emilio haben im vorigen Schuljahr teilgenommen und erprobten beim Flugtag ihre selbst gebauten Gleitflieger aus Holz. Auch am Ferienpass der Stadt beteiligt sich der Verein.

Das Fluggelände an der Burgstraße hat der MSC gepachtet. Dort wird bei gutem Flugwetter an Samstagnachmittagen und Sonntagvormittagen geflogen. Wer Interesse hat, kann einfach vorbeikommen. Im Winter geht es mit Schaumfliegern in die IGS-Halle.

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Fotostrecke Garbsen: Modellflieger sind verärgert über Dobrindt

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