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Big Band Berenbostel jazzt die Jury

Sieg geht nach Berenbostel Big Band Berenbostel jazzt die Jury

Drei Bundessiege in 13 Jahren: Das ist Rekord. Die Big Band Berenbostel hat sich am Sonnabend erneut an die Spitze deutscher Schul-Big-Bands gespielt.

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So sehen Sieger aus: Die Big Band Berenbostel auf dem Rückweg vom Bundeswettbewerb Jugend jazzt in Kempten.

Quelle: bbb

Berenbostel/Kempten. Die Big Band Berenbostel hat geschafft, was noch keiner vor ihr gelungen ist: Sie hat zum dritten Mal den Bundeswettbewerb Jugend jazzt gewonnen. Ensembles aus elf Bundesländern waren am Wochenende nach Kepten zur Endausscheidung gereist. Jede Band ist eine Landessiegerin. Die Big Band aus Berenbostel ist die beste Deutschlands. Sie kommt mit fünf Preisen nach Hause.

Die besten Bands aus elf Bundesländern waren zwischen Himmelfahrt und Sonntag zum 14. Bundeswettbewerb angetreten. Am Freitag holten sich die Berenbosteler das Ticket für die Endrunde. Einen Tag später jazzten sie erneut die Jury, überzeugten mit einer glänzenden Gemeinschaftsleistung, ausgeprägten Soli und einer für Jugendliche enormen Souveränität.

Platz eins in der Gesamtwertung, Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Stückes, und obendrauf drei Preise für Manuel Scharf (Tenorsaxophon), Alexander Barsch (Klavier) und Niklas Scharnhorst (Schlagwerk). Scharf und Barsch dürfen mit der NDR-Bigband spielen, Scharnhorst mit der Big Band der Bundeswehr. Für alle drei war es der letzte Wettbewerbsauftritt mit der Big Band. Sie haben die Altersgrenze von 24 Jahren erreicht.

Der Lohn fällt für die Big Band viel besser aus als erhofft: Eine CD-Produktion in Bonn, Reisekosten und zwei Übernachtungen frei. Schmidt hatte erst in Kempten erfahren, dass der Band keine zusätzlichen Kosten entstehen würden, falls sie denn siegen sollte.

„Wir sind super froh und glücklich“, sagt Schmidt, „es freut mich besonders für diejenigen, die das erste Mal dabei waren – eine Erste-Klasse-Leistung.“ Das Programm war eng gesteckt. Die Organisatoren hatten Workshops mit Profis organisiert samt Konzert und zum ersten Mal die Big Bands für diese Arbeit gemischt. „Das schafft Begegnung und Austausch, ein guter Motivationsschub“, sagt Schmidt, hochzufrieden mit der ganzen Reise.

Hochzufrieden auch mit der kleinen Schar mitgereister Eltern: Die Familien Barsch, Scharf, Kaulmann und zwei weitere waren dabei, die getreuen Fans wie bei fast jedem Auftritt. Ein Glück für Sängerin Lilly Karacay: Die Big Band musste am Sonnabend um 9 Uhr als erste in die Endausscheidung. Das hieß: Ungewohnt früh bei guter Stimme sein. „Lilly war extrem aufgeregt“, sagt Schmidt. Beate Kaulmann unterzog sie spontan einer entspannenden Massage und entließ sie – losgelöst – auf die Bühne.

Es ist nicht die Band, die in früheren Jahren den Sieg geholt hat. Jedes Jahr wechselt die Besetzung, jedes Jahr nach den Sommerferien formt Bandleader Bodo Schmidt seinen Klangkörper neu. Ein Abonnement auf das Podest gibt es nicht.

Jeder hat sich ne Mütze Schlaf verdient

Musiklehrer Bodo Schmidt hat die Big Band vor 22 Jahren am Geschwister-Scholl-Gymnasium, damals noch Gymnasium Berenbostel, gegründet. Seit 2003 hat die Band alle Landesentscheide und dreimal den Sieg auf Bundesebene bei Jugend jazzt gewonnen – die Bilanz ist einzigartig. Das Interview nach dem Schlusskonzert.

Was ist Ihr Erfolgsrezept, Herr Schmidt?

Wir dürfen an der Schule unter ganz besonderen Bedingungen arbeiten: Die Band und ihre Mitglieder leisten sich Lehrer für alle Instrumentengruppen, wir absolvieren 25 Auftritte im Jahr, wir bieten viele Workshops an. Das schafft sehr viel Auftrittsroutine. Andere Bands arbeiten unter anderen Bedingungen.

Sie erwarten von den Jugendlichen aber auch eine fast professionelle Arbeit.

Das ist wie im Sport: Jeden Tag trainieren. Wer oben mitspielen will, muss üben, üben, üben. Das will heute nicht mehr jeder, und das ist vielleicht die Kehrseite des hohen Anspruchs. Nicht jedes gute Talent kommt auch zur Big Band.

Der Kopf des Ganzen spielt keine Rolle?

Der Vorturner da oben ist das A und O – kein Eigenlob. Er setzt die Akzente und formt den Klangkörper.

Und jetzt wird gefeiert?

Auf der Rückfahrt. Am Montagabend müssen wir schon wieder proben für einen großen Auftritt in drei Wochen. Aber ich habe den Schülern freigestellt, am Montag zur Schule zu kommen. Das Recht nehme ich mir nach so einem Wochenende und nach diesem Erfolg heraus. Das war anstrengend, jeder hat sich ne Mütze Schlaf verdient.

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