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Die etwas andere Chronik

Garbsen Die etwas andere Chronik

"Osterwald, gestern und heute" heißt der Bildband, den Heinrich Nädler innerhalb von fünf Jahren erstellt hat. Er zeigt, wie die alten Höfe des Ortes früher aussahen - und was aus ihnen geworden ist. An die Informationen zu kommen, war jedoch nicht immer einfach.

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Heinrich Nädler - hier mit seinem eigenen Haus - hat den Bildband "Osterwald gestern und heute" zusammengestellt. Darin zu sehen sind Bilder von 189 Höfen in Oberende - bis zum zweiten Weltkrieg und mit aktuellen Bildern.

Quelle: Sabine Gurol

Osterwald. Die Sammlung alter Bilder ist beträchtlich: Mehrere hundert sind es, die Heinrich Nädler in den vergangenen fünf Jahren zusammengetragen hat und die er sorgsam in seinem Haus in Osterwald aufbewahrt. "Für Häuser hatte ich schon immer ein Faible", sagt er. Ohne diese Leidenschaft hätte er wohl nicht die Ausdauer aufgebracht, um seinen Bildband "Osterwald, gestern und heute", der historische und aktuelle Fotografien der Höfe in Osterwald Oberende und deren Geschichte zeigt, fertig zu stellen.

Dabei war anfangs kaum klar, wie viel Arbeit für die Vollendung des Buches nötig werden würde, wie viele Stunden Archivarbeit und Recherche warteten. Die Idee für den Bildband entstand, weil es keine ausführliche Chronik für den Ort gab. "Aber eine Chronik würde drei Bücher füllen, das würde kein Mensch lesen", sagt Nädler. Ein anderer Ort war es schließlich, in dem vorgemacht wurde, wie es gehen könne, heißt es im Vorwort des Buches. In Otternhagen hatten die Familie Mauthe, Horst Büsing und Horst Rinke Aufzeichnungen des verstorbenen Dorfschullehrers Gustav Trotha mit Bildern angereichert. "Ich habe gedacht, was die Otternhägener können, kannst du doch auch", so Nädler.

Was folgte, war aufwendig: Im Stadtarchiv gab es nicht so viele alte Bilder der Höfe und Häuser wie gedacht. Denn für Nädler war auch wichtig, dass alle Höfe erwähnt wurden, nicht nur die der damaligen Vollmeier, sondern etwa auch die von Kötnerstellen, Anbauern oder Abbauern. "Bei der Dorfgründung vor 800 Jahren gab es nur Vollmeier", erklärt er, "danach wurde der Siedlungsdruck so groß, dass man weitere Höfe akzeptieren musste." Akten aus dem Staatsarchiv, Steuerlisten und alte Karten waren nötig, um die damaligen Höfe mit den aktuellen Häusern in Verbindung zu bringen. Vorarbeit hatte Achim Fink, langjähriger Kirchenvorsteher, geleistet, indem er die alten Hausnummern den heutigen Anschriften zuordnete.

Einen großen Anteil am Buch und seiner Vervollständigung aber haben die Menschen in Oberende selbst. Der Heimatverein steuerte alte Bilder bei und viele, die noch über alte Fotos verfügten, stellten ihr Material für den Bildband zur Verfügung. Dafür waren einige Hausbesuche nötig, die Bilder reproduzierte Nädler und brachte sie zurück. "Für die Leute sind das Schätze", sagt er. Einige Aufnahmen waren besonders schwer zu bekommen, bei anderen spielte das Glück mit. Wie etwa beim Bild der Villa Kappes, sagt Nädler. Denn Klaus Kappes, Sohn es Arztes Herbert Kappes, der bis in die Neunzigerjahre in dem Gebäude in der heutigen Robert-Koch-Straße lebte und praktizierte, starb nur zwei Wochen nach dem Einscannen des Fotos, das das Haus im Jahr 1955 zeigt.

Was nun ansteht, ist ein zweiter Teil des Bandes - über die Häuser in Osterwald Unterende. Das aber, so Nädler, würde noch einige Zeit dauern. "Ich werde es erleben, da bin ich sicher", sagt er.

Die erste Auflage ist vergriffen. Interessenten können Exemplare vorbestellen bei Heinrich Nädler, Telefon (0 51 31) 24 51 oder per E-Mail an heinrich.naedler@gmx.de. Für Sonntag, 10. Juli, plant Nädler eine Präsentation im Gerätehaus der Oberender Feuerwehr. Die Uhrzeit steht noch nicht fest.

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Von Sabine Gurol

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