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Biotech-Labor steht auf der Kippe

Garbsen Biotech-Labor steht auf der Kippe

Beim Thema Biotechnologie zählt die IGS Garbsen zu den Vorzeigeschulen in Niedersachsen: Die Schule verfügt über ein gut ausgestattetes Life Science Lab. Doch das innovative Projekt steht auf der Kippe. Die EU-Förderung läuft Ende Juli aus, über eine Nachfolgelösung ist nicht entschieden.

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Pipettieren für den DNA-Test: Schüler haben im technisch gut ausgestatteten Labor die Möglichkeit, praktisch zu experimentieren.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Vier Schulen im Raum Hannover verfügen über diese für viel Geld eingerichteten Labore. Die Einrichtungen stehen jährlich mehr als 2000 Schülern zur Verfügung, die diese hochwertige Ausstattung nicht haben. Molekularbiologische, mikrobiologische und biochemische Experimente stehen im Mittelpunkt. Im Life Science Lab fließen alle Disziplinen zusammen, die sich naturwissenschaftlich mit dem Leben beschäftigen. Die EU bezuschusst die Labore seit Februar 2014 bis Ende dieses Monats.

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hatte die IGS-Schüler auf der Ideenexpo besucht. Die Ministerin zeigte sich überrascht von der Frage nach der Zukunft der Labore. Dass das Projekt möglicherweise schon in wenigen Wochen eingestellt wird, war ihr persönlich unbekannt. Dem Ministerium aber nicht, Verhandlungen laufen angeblich seit Längerem.

Zieht sich die EU jetzt aus der Förderung zurück, müssten das Land oder Dritte einspringen. Konkret geht es um 25 Lehrerstunden an den vier Schulen, bezahlt vom Land. Sie sind angeblich nicht im Landeshaushalt abgesichert. Und es geht um Geld für eine MTA-Kraft sowie die Labormaterialien - seit 2014 standen dafür 170 000 Euro zur Verfügung. Wie es weitergeht, werde noch geprüft, heißt es derzeit im Kultusministerium. Eine Entscheidung werde zeitnah getroffen. Bisher hat niemand entschieden, dass die Labore stillgelegt werden. „Wenn das Projekt endet, wäre das alles totes Inventar - was für eine Verschwendung“, sagt IGS-Leiter Andreas Hadaschik. Ihm geht es um die pädagogischen Inhalte, den Praxisbezug und die Nähe zu naturwissenschaftlich geprägten Berufen. „Wo sonst können Jugendliche die praktische Erfahrung machen: ,Das macht mir ja Spaß’?“, fragt die IGS-Pädagogin Anja Nordmeyer.

Von Johannes Dorndorf und Markus Holz

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