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Aick: Es geht um die beste Trasse

Garbsen Aick: Es geht um die beste Trasse

Der Netzbetreiber Tennet hat noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt. Er plant für die Region Hannover derzeit in zwei Korridoren für den Bau der Höchstspannungstrasse Südlink: Westlich über Neustadt, Garbsen und Seelze und östlich durch den Raum Uetze-Burgdorf.

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Baustelle quer durch die Republik: Für die Verlegung des Südlinks wird eine mindestens 30 Meter breite Schneise in die Landschaft schlagen.

Quelle: Archiv

Garbsen. Der Netzbetreiber Tennet hatte seine Überlegungen und grundlegende Informationen zur Trasse am Mittwochabend in Garbsen präsentiert. Rund 400 Besucher aus der ganzen Region hatten sich beteiligt. Tennet will sich bis zum Frühjahr für die Ost- oder Westtrasse entscheiden und den Vorschlag bei der Bundesnetzagentur einreichen. Bis dahin haben Bürgerinitiativen und Einwohner Zeit, ihre Bedenken bei Tennet in die Waagschale zu werfen. Das ist online möglich auf tennet.eu unter Punkt Dialog Südlink.

Auf Garbsener Gebiet teilt sich der Korridor in zwei Varianten: Die eine führt von Frielingen an Horst vorbei, kreuzt die A2 und die Garbsener Schweiz, später Lohnde, Gümmer und den Mittellandkanal. Die zweite Variante schlägt einen Bogen um Schloß Ricklingen, schneidet bei Luthe Wunstorfer Stadtgebiet an, um danach über Ostermunzel und Lathwehren auf Göxe zuzulaufen.

"Es ist für uns erstaunlich, dass Tennet überhaupt an eine Westtrasse denkt", sagt Wilfried Aick, Sprecher der Bürgerinitiative Altgarbsen. Schon im ersten Anlauf bei der Planung für die Freileitung habe sich gezeigt, wie hoch die Hürden im Raum Garbsen/Seelze liegen. "Die Bundesnetzagentur hatte damals gesagt: So nicht", sagte Aick. Es gehe den Garbsener Initiativen jetzt nicht darum, Fundamentalopposition zu betreiben oder die Osttrasse zu fordern. "Wir tragen jetzt alle Argumente zusammen, damit am Ende eine Trasse steht, die möglichst wenige Menschen tangiert und die die Natur weitgehend schont."

Die Stadtverwaltung Garbsen ist mit Tennet in regelmäßigem Kontakt. "Wir werden alle Anregungen sammeln und an den Netzbetreiber weiterreichen", sagt Stadtsprecher Benjamin Irvin. Bürgermeister Christian Grahl hatte bereits bei Tennet am Mittwochabend darauf aufmerksam gemacht, dass zumindest die Variante, die an Horst vorbeiführt, in Konflikt steht mit der eben erst aufgelegten Wohnbauoffensive der Stadt: Am West- und Südrand Horsts liegen zusammen rund 20 Hektar potenzielles Bauland - diese Trasse würde die bauliche Entwicklung Garbsens einschränken.

Informationsabend mit Tennet am 24. November

Die Garbsener Bürgerinitiativen laden für Donnerstag, 24. November, zu einer Bürgerversammlung ein, ab 19 Uhr im Hotel Bullerdieck, Bürgermeister-Wehrmann-Straße 21. Aus der Politik haben die Landtagsabgeordneten Editha Lorberg und Stefan Birkner zugesagt, außerdem Vertreter der Region Hannover, der Stadtverwaltung, der Landvolk-Kreisverband und der Bundesverband gegen Südlink. Tennet wird die beiden Varianten vorstellen, die das Garbsener Gebiet durchlaufen. Die Bürgerinitiativen wollen sich mit Politik und Verwaltungen auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen.

Von Markus Holz und Bernd Riedel

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