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Raumnot in den Horten: Bürgermeister schreibt an Ministerin

Garbsen Raumnot in den Horten: Bürgermeister schreibt an Ministerin

Die Raumnot in den Horten Havelse und Frielingen drückt. Zum neuen Schuljahr hat das Kultusministerium eine Doppelnutzung von Räumen durch Hort und Schulen untersagt. Bürgermeister Christian Grahl drängt Ministerin Frauke Heiligenstadt in einem Brief, das Verbot zu überprüfen.

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Wohin mit all den Kindern, für die Hortplätze gebraucht werden?

Quelle: Symbolbild

Havelse/Frielingen. Die schwierige Situation in der Grundschule Havelse und der angeschlossenen Kita St. Anna ist seit Längerem bekannt: Zurzeit werden dort 60 Kinder in drei Hortgruppen betreut. Die Nachfrage nach Hortplätzen steigt kontinuierlich. Raumreserven in der Schule und Nachbargebäuden sind nicht mehr vorhanden. Der Computerraum sei zum Klassenraum umfunktioniert worden, mit dem Musikraum werde zu Beginn des neuen Schuljahres ebenso verfahren, schreibt Grahl. Durch den Wegfall der Doppelnutzung fehlen 20 Hortplätze. Verschärft wird die Situation dadurch, dass aufgrund einer ansteigenden Nachfrage weitere 16 Hortplätze gebraucht werden.

Ähnlich die Lage am Standort Frielingen: Dort nutzt der Hort zwei Räume in der Schule. Aufgrund der Anmeldezahlen reklamier die Schule aber einen der Räume wieder für sich. In Havelse wir Frielingen wäre eine Doppelnutzung "eine schnelle und kostengünstige Lösung", schreibt Grahl.

Die strikte Trennung von Hort und Schule verursache erhebliche Mehrkosten, schreibt Grahl. Im Havelser Fall müssten zwei Container gekauft oder gemietet werden. Von den Kosten abgesehen, lehne er es ab, Kinder in Containern unterzubringen, schreibt Grahl der Ministerin.

Die Doppelnutzung habe bisher problemlos funktioniert. Sämtliche Klassenräume stünden in den beiden Grundschulen nachmittags leer, während die Horträume vormittags nicht genutzt würden. Daher sei die Forderung nach einer strikten Trennung "nicht nachvollziehbar". Es sei Eltern nicht verständlich zu machen, dass ihre Kinder keinen Hortplatz bekämen, wenn das einzige Hindernis das Verbot der Doppelnutzung von Räumen sei.

Das Ganztagsangebot an Grundschulen sei für "viele berufstätige Eltern" nicht ausreichend. Deshalb werde die Nachfrage nach Hortplätzen auch fortbestehen, wenn vermehrt Ganztagsunterricht eingeführt werde. "Auch mit der Einführung von Ganztagsschulen wird sich daher die Frage der Doppelnutzung von Räumen nicht erledigen", schreibt Grahl.

Die Stadtverwaltung Garbsen hatte seit dem Verbot der Doppelnutzung versucht, Lösungen zu finden: Alle waren sehr kostenintensiv. Nun bleibt als letztes wohl die Hoffnung, dass ein Appell in Hannover fruchten werde.

Zusagen für Hortplätze behalten ihre Gültigkeit, sagt Stadtsprecher Ben Irvin.

Problem besteht in der ganzen Region

Ende Februar hatten sich bereits die Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt aus Wunstorf und Werner Backeberg aus Uetze, als Sprecher der Hauptverwaltungsbeamten, auch im Namen Garbsens an den Ministerpräsidenten Stephan Weil gewandt: Die Regelung, dass durch Untersagen der Doppelnutzung Klassenräume nachmittags und Horträume vormittags leer stünden, "halten wir für antiquiert und nicht zeitgemäß", schreiben Eberhardt und Backberg. Es wäre wünschenswert, wenn der Gesetzgeber eine Änderung herbeiführen könnte. Die Probleme bestünden nicht in einzelnen Kommunen allein, sondern in der gesamten Region.

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