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Gegen Fluglärm: CDU schlägt neue Flugrouten vor

Garbsen Gegen Fluglärm: CDU schlägt neue Flugrouten vor

Die CDU steigt intensiv in das Thema Fluglärm ein. Sie hat einen Vorschlag für neue An- und Abflugrouten erarbeitet, die nach ihrem Wunsch mit dem Flughafen Langenhagen und dem Land Niedersachsen verhandelt werden sollten.

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Am Flughafen Langenhagen starten die Flieger tags und nachts und fliegen dabei auch über Garbsener Gebiet.

Quelle: Frank Oheim

Garbsen. Bisher sei es immer der Standpunkt der Landesregierung und der Flugsicherung gewesen, dass eine Verlegung der An- und Abflugrouten nicht möglich sei. Dass sei nicht nachvollziehbar. Garbsen sei  mit Fluglärm "über Gebühr belastet", heißt es in einem Antrag der CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt, der vom Fraktionsvorsitzenden Heinrich Dannenbrink und dem neuen Ratsmitglied Björn Tegtmeier, der von Beruf Airbus-Pilot ist, unterschrieben wurde.

In dem Antrag geht es um neue An- und Abflugrouten. Der Knackpunkt: Die Flugzeuge sollen beim Abflug nicht geradeaus Richtung Südwesten, also über Garbsener Gebiet, fliegen, sondern kurz nach dem Start eine Kurve beschreiben und sich von Garbsen wegdrehen, Richtung Nordwesten, nach Neustadt und in etwa über dem Otternhagener Moor die Flugrichtungen nach Westen und Norden einschlagen. Technisch machbar seien solche Verlegungen, heißt es in dem Antrag. 

Es gebe "viele Flughäfen weltweit, wo solche Verfahren zum Einsatz kommen", schreibt die CDU in ihrem Antrag. Hannover eigne sich gut für dieses  Verfahren, da die Verkehrsdichte nicht hoch sei. Frühes Kurven und Wegdrehen vom Platz sei nichts Ungewöhnliches und sei sogar mit einem großen Flugzeug wie dem Airbus 330 "überhaupt kein Problem", argumentieren die Antragsteller. Am Flughafen von New York etwa, mit viel höherer Verkehrsdichte, werde nach Sicht bereits in 150 Meter Flughöhe "weggekurvt".

Auch beim Anflug sollen die Flieger Garbsen umrunden und erst von Neustädter Gebiet her einfliegen. Die modernen Flugzeuge von heute, heißt es in dem Antrag, in dem die Boeing 737NG und der Airbus 320 Family genannt werden, "können das alle". Es müssten zwar für dieses Verfahren gewisse Wetterbedingungen herrschen, doch sei an 80 Prozent der Tage in Niedersachsen "das Wetter ausreichend gut, um solche An- und Abflüge zu realisieren". Das Verfahren koste die Fluggesellschaften durchschnittlich zwei oder drei Minuten mehr Flugzeit, sei "aber eigentlich weltweit akzeptiert".

Bei schlechtem Wetter und in Notsituationen sei dieses Verfahren nicht anwendbar. Das sei selbstverständlich, heißt es in dem Antrag. Auch die Belange des Bundeswehrstandortes Luttmersen müssten berücksichtigt werden. Der Beschlussvorschlag lautet, die Verwaltung  mit entsprechenden Gesprächen mit dem Flughafen Hannover zu beauftragen. Auch das Land solle in die Gespräche eingebunden werden.

Ein Referent des Luftverkehrsreferats wird am Mittwoch, 19. Oktober, im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung über das  Thema Fluglärm sprechen. Ob dabei die Vorschläge der CDU zur Sprache kommen, ist offen, da der Antrag offiziell erst am 26. Oktober im Verwaltungsausschuss eingebracht werden soll. Der Stadtentwicklungsausschuss tagt am 19. Oktober ab 18 Uhr im Ratssaal.

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