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Erich Pohl bekommt Mutter-Courage-Preis

Garbsen Erich Pohl bekommt Mutter-Courage-Preis

Die CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) hat den Havelser Erich Pohl am Freitagabend mit dem Mutter-Courage-Preis ausgezeichnet. Pohl sei ein Mensch, der beispielhaft für andere eintrete und, statt nach dem Staat zu rufen, mit anpacke, sagte Laudator Peter Hahne, Vorsitzender der MIT.

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Erich Pohl (links) bekommt vom MIT-Vorsitzenden Peter Hahne den Mutter-Courage-Preis überreicht.

Quelle: Riedel

Osterwald. Erich Pohl begann seine kurze Dankesrede mit einem Bekenntnis: "Ich bin Volksschüler, Handwerksmeister und ich bin stolz darauf." Man müsse kämpfen und streiten für eine Sache und den Konflikt nicht scheuen, wenn man glaube, dass es sich für die Sache zu kämpfen lohne. Pohl engagiert sich in der Havelser Versöhnungskirche, im Sozialverband (SoVD) Havelse und ist im Integrationsbeirat aktiv, deshalb liegt ihm auch das Schicksal der Flüchtlinge am Herzen: "Was ist das für ein Europa?", fragte Pohl seine Zuhörer, das es nicht schaffe, mit den Herausforderungen der Flüchtlingskrise fertig zu werden: "Jeder duckt sich erst mal weg."

Der 69-jährige Pohl ist CDU-Ratsherr und "vom  sozialen Flügel", wie er selbst sagt: "Und wenn wir vom sozialen Flügel kommen, dann kostet das meistens Geld." Notwendiges Geld, wie Pohl sicher ist: "Und wenn ich heute diesen Preis bekomme, dann kann ich doch gar nicht so falsch liegen."

Hahne lobte ihn als einen, der nicht erst nach dem Staat rufe, sondern selbst die Ärmel hochkrempele, der für ein gutes Miteinander werbe und arbeite und seine eigenen Wurzeln nicht vergesse.

Pohl wurde im Januar 1947 in Goslar geboren, als Kind schlesischer Flüchtlinge. Der Vater war Schuhmacher. Erich Pohl engagierte sich früh in der evangelischen Jugend, lernte Koch und erwarb 1973 den Meisterbrief als Küchenmeister. Viele Jahre war er im Vorstand seines Berufsverbandes aktiv, seit den achtziger Jahren Mitglied der CDU, ist er seit 1995 kommunalpolitisch tätig und gehört der christdemokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) an. Als Havelser, der er geworden ist, fördert er die Feuerwehr und den TSV Havelse.

Die Verleihung fand beim Grünkohlessen zusammen mit dem CDU-Stadtverband im Hotel-Restaurant Körber vor rund 60 Gästen statt. Festredner war CDU-Bundestagsabgeordneter und MIT-Bundesvorsitzender Carsten Linnemann. Er kritisierte den Wegfall des Meisterbriefes in einigen Gewerken. Das habe zur Verschlechterung der Ausbildung und der handwerklichen Qualität geführt.

Der Mutter-Courage-Preis wird an Personen, Verbände, Vereine oder Organisationen verliehen, die sich in vorbildlicher Weise für das Gemeinwohl einsetzen. Am Freitagabend wurde er zum 34. Mal vergeben. Preisträger waren der frühere MIT-Vorsitzende und jetzige CDU-Stadtverbandsvorsitzende Klaus Peter, der Frielinger Heimatvereinsvorsitzende Heinz-Fred Schenk und der Frielinger Unternehmer Wolfgang Ebert, Geschäftsführer von Laseroptik. Horst Dettmer vom Schützenvereins Berenbostel bekam den Preis zweimal. Der Freundeskreis Garbsen wurde 2012 ausgezeichnet. Das Jahr darauf wurde das ökumenische Sozialprojekt Neuland der Gemeinden Silvanus und St. Maria Regina vom Berenbosteler Kronsberg geehrt.

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