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Mittler zwischen Shona und dem Westen

Garbsen Mittler zwischen Shona und dem Westen

Sie heißen Peter Kananji, Lovemore James und Collen Sixpence. Sie schlagen ihre künstlerischen Gedanken in extrem harten Serpentin. Und sie versuchen, sich auf dem nicht weniger harten europäischen und amerikanischen Kunstmarkt einen Namen zu machen. Der Garbsener Caleb Munemo ist ihr Agent – ein Wandler zwischen den Welten Shona, Simbabwe und Europa.

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Seine Wurzeln liegen in der Shona-Kultur, seit mehr als einem Jahrzehnt lebt er in Garbsen: Caleb Munemo. Der Agent und Mittler sucht immer wieder Lokalitäten, die Shona-Skulpturen aus Simbabwe einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Shona heißen die Hauptbevölkerungsgruppe in Simbabwe und die Stilrichtung der Bildhauer. Große Schulen versuchen, die Shona-Kultur zu erhalten. Kerne der Shona-Kunst sind Elemente aus der Natur, der Mystik und der uralten Stammesgeschichten. Viele Bildhauer lassen sich an den Schulen ausbilden, weil die Kultur ihre Wurzeln berührt und es ihren klassischen Serpentin nur dort gibt. Es ist ein künstlerisches Handwerk, weitergereicht über Generationen. Munemo hilft sie zu erhalten, indem er die Arbeiten hier verkauft.

In Velber steht der gut zwei Meter hohe Prophet von Peter Kananji, eine Leihgabe, die aber bleiben soll. Im Garten von Familie Jacobsen in Garbsen war im Mai/Juni eine sehenswerte Gartenausstellung zu besuchen. Die Skulpturen sind weitergezogen in den Garten Bostelmann in Hannover-Ricklingen, Ginsterbusch 24. Am 30. und 31. Juli ist die Schau dort von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Danach wird Munemo mit den Figuren weiterziehen.

Munemo ist 56 Jahre alt. Er stammt aus einer solchen Bildhauerfamilie in Simbabwe. Zwei seiner Brüder stehen dort selbst täglich am Stein. Caleb Munemo sieht sich als Mittler. Und er versucht, mit dem Verkauf für ihren Unterhalt und den anderer Künstler zu sorgen.

Gibt es einen Markt? Gibt es Sammler? "Ja, die Szene und das Interesse wachsen, aber es ist mühsam", sagt er. Und das, obwohl Shona-Skulpturen in renommierten Häusern wie dem Museum of Modern Art in New York und dem Rodin-Museum in Paris stehen. In manchen Monaten verkauft er gut, dann ist das Schulgeld für die Kinder in Simbabwe für einige Zeit gesichert. "Und manchmal dauert es fünf Jahre, bis sich ein Käufer findet", sagt Munemo. Das setzt ihn und die Künstler gleichermaßen unter Druck. "Immer mehr junge Künstler sehen auf das Geld und darauf, was im Westen gefragt ist, nicht mehr auf das, was sie ausdrücken wollen. Die Kunst verändert sich."

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