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Das Meyenfelder Storchenpaar brütet schon

Garbsen Das Meyenfelder Storchenpaar brütet schon

Inzwischen brüten die Meyenfelder Störche Karl und Karla. Das Treiben auf dem Dachgiebel eines Hauses Im Bleeke zieht viel Aufmerksamkeit auf sich. "Es gibt einen regelrechten Tourismus zum Nest", sagt Angela Thimian-Milz, Ortsratsfrau und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Dorf Meyenfeld.

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Die Meyenfelder Störche sind ganz auf das gemeinsame Brutgeschäft fokussiert.

Quelle: Bernd Riedel

Meyenfeld. Sie ist sehr erfreut über die Anteilnahme und das Interesse der Meyenfelder: "So bekommt der Umwelt- und insbesondere der Arten- und Vogelschutz die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt", sagt sie. Thimian-Milz muss, seit sie die erste Ankunft eines Storches in Meyenfeld nach rund 90 Jahren in Umlauf brachte, viele Fragen beantworten. "Es kommen viele Leute, um das ungewöhnliche Schauspiel anzusehen, ganze Familien mit Kindern", sagt sie.

Reinhard Löhmer, Storchenbeauftragter der Region, beobachtet die Störche in Meyenfeld regelmäßig. "Von der Zeit her gesehen kann das alles gut klappen", sagt er. Es handele sich vermutlich um junge Störche, die noch keine Bruterfahrung haben, aber "die Rahmenbedingungen sind gut". Problematisch werde es für Eier und Jungvögel erst, wenn die Temperatur nachts unter 10 Grad Celsius falle und Dauerregen niedergehe.

Die beiden Störche wechseln sich mit dem Brüten ab. Mal steht der eine aufrecht und putzt sich, mal der andere. Sie gehen auch nicht gemeinsam auf Futtersuche. "Eier und Junge werden nie allein gelassen ", sagt Löhmer, einer der Störche habe immer "Innendienst". Eine Möglichkeit, ins Nest zu sehen, gibt es nicht. Es wird also nicht so schnell klar werden, ob Junge schlüpfen. Löhmer verlässt sich auf beobachtbare Änderungen im Verhalten der Vögel: Wenn die Aufmerksamkeit stark auf das Innere des Nestes gerichtet ist, oder wenn einer der Elternvögel mit dem Rücken zur Sonne steht, um die Jungen abzuschirmen - das seien sichere Anzeichen für einen Bruterfolg, sagt Löhmer.

Leserin Karin Hellmann, die vom Haus gegenüber auf das Nest blicken kann, hat den Storch erstmalig am 4. April "völlig abgemagert und zerzaust" auf dem Dach sitzen sehen. Nach zehn Tagen habe der Storch mit dem Nestbau begonnen - leicht verspätet gegenüber den anderen, etablierten Storchenpaaren in der Region. Der erste Aufbau wurde vom Wind schon nach drei Tagen vom Dach gefegt - der zweite hielt. Ins Bewusstsein der Meyenfelder kam der Storch am Karfreitag - deshalb bekam er den Namen Karl verpasst. Die Störchin, die sich bald zu ihm gesellte, wurde entsprechend Karla genannt.

Thimian-Milz und viele andere Meyenfelder möchten den Storch dauerhaft im Ort behalten. Da die Besitzer des Hauses nur für dieses Jahr ihr Einverständnis geben haben, das Nest nicht wieder zu entfernen - die Schmutzbelastung ist erheblich - wird nach einem Standort gesucht, an dem ein Mast mit einer Nisthilfe, etwa einem Rad, stehen kann. Diese Suche ist noch nicht erfolgreich gewesen. Ansprechpartnerin ist Angela Thimian-Milz, Telefon (0 51 31) 5 19 15, E-Mail thimi@htp-tel.de.

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