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Deep Purple stellen neues Album in Garbsen vor

Garbsen Deep Purple stellen neues Album in Garbsen vor

Zwei Rock-Legenden haben am Mittwoch in Garbsen Halt gemacht, um bei Radio 21 über ihr neues Album zu sprechen. Ian Paice und Roger Glover sind seit Jahrzehnten Bestandteil der Band Deep Purple. Ganz locker plauderten sie darüber, wie man sich auch im fortgeschrittenen Alter auf der Bühne fit hält.

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Ganz locker beim Interview: Per Eggers von Radio 21 (Mitte) plaudert mit Ian Paice (links) und Roger Glover über deren neues Album.

Quelle: Gerko Naumann

Berenbostel. Im Musikgeschäft werden Superlative in der heutigen Zeit so inflationär gebraucht, wie nirgendwo sonst. Da hat ein völlig unbekannter Nachwuchssänger an ein paar Casting-Shows teilgenommen, die kaum einen Menschen interessieren, schon darf er sich mit dem Titel Superstar schmücken. Die beiden Herren um die 70 aus Großbritannien, die am Mittwochnachmittag in Garbsen zu Gast waren, haben eine solche Bezeichnung hingegen wahrhaftig verdient. Schlagzeuger Ian Paice und Roger Glover (Bass) gehören zur legendären Rockband Deep Purple. Die veröffentlicht am Freitag ihr 20. Studioalbum "Infinite" (zu Deutsch: "Unendlich") und ist seit Wochen fleißig unterwegs, um genau diese Nachricht in alle Welt zu tragen - eben auch nach Garbsen.

Dort waren zwei Fünftel der Rock-Helden beim Sender Radio 21 zu Besuch. Ganz entspannt präsentierten sich Paice und Glover am Mikrofon von Moderator Per Eggers. Die Briten lobten Deutschland in den höchsten Tönen. Hierzulande hätten sie zum Anfang der Karriere die meisten Fans gehabt, berichtete Paice und fügte hinzu: "Außerdem sind die Straßen immer gut gepflegt, das Bier kalt und die Frauen hübsch." Klingt ein bisschen nach Rockstar-Klischees. Aber damit haben die - mit Verlaub - betagten Herren nicht mehr viel am Hut.

Wie ihre Musik beim Publikum ankomme, spiele nicht mehr die große Rolle, sagte Glover. "Wir sind jetzt in einem Alter, in dem es uns darum geht, dass wir mit unseren Songs glücklich sind." Und so sei auch noch nicht absehbar, ob die anstehende Welttournee vielleicht die letzte wird. Denn mit 70 Jahren jeden Tag in einer anderen Stadt aufzutreten, das kostet Kraft. Wo er die hernimmt, wollte Eggers von Schlagzeuger Paice wissen. Und der antwortete schlagfertig: "Ich trinke vor jeder Show zwei Wodka." Etwas ernsthafter fügte er hinzu, dass er sich heute "viel effizienter verhalte" als früher und damit sogar fitter sei als mit 20.

Vor ihrer Abreise machten die Musiker noch einige Erinnerungsfotos mit Jan Klewitz und Stephan Grajic. Die beiden Freunde aus Hildesheim hatten das Treffen mit mit ihren Idolen gewonnen. "Wir hatten einen Heidenrespekt vor solchen Weltstars, weil wir auch selbst Musik machen", sagte Klewitz. Nach wenigen Minuten sei der aber schnell verflogen und es entwickelte sich ein angeregtes Gespräch - von Musiker zu Musiker.

So war mein Treffen mit Deep Purple

Ich bin mit Rockmusik aufgewachsen. Klar, ich bin erst 36 Jahre alt, und die wirklich wilden Zeiten von Deep Purple haben sich in den Jahrzehnten vor meiner Geburt abgespielt. Aber Platten wie "Machine Head" und "Made in Japan" sind vermutlich Bestandteil der Plattensammlungen der Eltern fast aller meiner Freunde. Und niemand bei Verstand wird bestreiten, dass der Song "Smoke on the Water" ein Stück Musikgeschichte ist. Bei dem wohl bekanntesten Intro der Welt ist selbst beim größten Musik-Muffel der Ohrwurm garantiert.

Und so habe ich mich natürlich sofort für den Termin mit Deep Purple gemeldet. Halb Journalist, halb Fan nahm ich nicht nur Kamera, Block und Stift mit, sondern auch eine "Deep Purple in Rock"-LP aus dem Jahr 1970, um sie mir signieren zu lassen. Und stand plötzlich neben zwei ausgesprochenen sympathischen älteren Herren. Etwas nervös vor Ehrfurcht bat ich um ein Autogramm auf meine Platte und offenbarte, dass ich großer Fan sei. "Das stört uns nicht", erwiderte Paice lachend und erfüllte mir meinen Wunsch. Beide Musiker kamen eher wie Kumpeltypen rüber. Nicht wie wilde Rockstars. Darüber war ich fast ein wenig enttäuscht. Aber ich bin halt fast 50 Jahre zu spät dran.

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Von Gerko Naumann

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