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Wütende Schwimmer gegen Ein-Bad-Plan

Demo gegen Schließung Wütende Schwimmer gegen Ein-Bad-Plan

Buhrufe, Pfiffe, wütender Protest am Dienstagabend in Garbsen: Rund 400 Sport- und Freizeitschwimmer protestieren gegen den Vorschlag der Stadtverwaltung, ein neues Zentralbad zu bauen. Dafür sollen die Bäder Berenbostel und Auf der Horst aufgegeben werden.

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Buhrufe, Pfiffe, wütender Protest am Dienstagabend in Garbsen: Rund 400 Sport- und Freizeitschwimmer protestieren gegen den Vorschlag der Stadtverwaltung, ein neues Zentralbad zu bauen.

Quelle: Jutta Grätz

Garbsen. Bürgermeister Christian Grahl und die Stadtverwaltung haben sich am Dienstag erstmals für ein Sport- und Funktionsbad in der Mitte ausgesprochen, das etwa 14,1 Millionen Euro kosten soll. Der zentrale Satz von Grahl bei der Vorstellung der Pläne am Abend in der Aula Planetenring: „Wir brauchen keine zwei Bäder, um die Daseinsvorsorge zu befriedigen.“ Genau dieser Satz entfachte einen Sturm der Entrüstung unter den Schwimmern. Pfiffe, Buhrufe, wütender Protest im Saal. Die Schwimmerseele kochte so heftig, dass die Informationsveranstaltung zeitweise zu platzen drohte.

Buhrufe, Pfiffe, wütender Protest in Garbsen: Rund 400 Sport- und Freizeitschwimmer protestieren gegen den Vorschlag der Stadtverwaltung, ein neues Zentralbad zu bauen. Dafür sollen die Bäder Berenbostel und Auf der Horst aufgegeben werden.

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Rund 400 Sport- und Freizeitschwimmer waren am Abend unter lautem Trillern vom Rathaus zur Aula gezogen. Am Hallenbad Auf der Horst legten Schwimmverein und DLRG einen Trauerkranz nieder. Teilnehmer drohten mit einem Boykott der nächsten Sportlerehrung, andere forderten ein Schwimm- und Freibad für alle Bevölkerungsgruppen. „Ich will in Garbsen schwimmen lernen und nicht irgendwo“ und „Garbsen säuft ab – Schwimmflügel für Alle“ war auf den Transparenten zu lesen.

Der Konzeptentwurf der Verwaltung: ein 25-Meter-Becken mit acht Trainingsbahnen, die zu sechs Wettkampfbahnen umfunktioniert werden können, Sprungturm, ein Nichtschwimmerbecken mit Hebeboden, dazu ein Aufenthaltsbereich und im Sommer die Möglichkeit, sich auf die Liegewiese zu begeben. Realisierbar in etwa vier Jahren. Jährlicher Zuschuss: 1,1 Millionen Euro – rund 700 000 Euro weniger als für zwei Bäder.

Grahl versteht den Entwurf auch als Bekenntnis zur Neuen Mitte – das Zentralbad soll die nächste Initialzündung werden. Geplant sei, um das Bad herum sportverwandten Handel und Dienstleister anzusiedeln. „Wir wollen mehr als nur ein Schwimmbad in der Mitte“, sagt Grahl. Zwei Bäder zu betreiben hält er für sozial ungerecht – das Geld würde an anderen Stellen fehlen.

Ein Investor ist angeblich bereit, in der Mitte ein Familien- und Spaßbad zu bauen. Zahlen sind noch nicht bekannt, die Kosten für die Stadt sind derzeit unwägbar. Ein Beratungsunternehmen hat der Stadt bereits abgeraten: Der Bedarf werde in Seelze, Neustadt und Langenhagen gedeckt. Am 14. Juli tagen Ortsräte und Fachausschüsse, am 20. Juli soll der Rat entscheiden  - wenn es dabei bleibt. Die SPD hat bereits signalisiert: Nicht unter diesem Zeitdruck. Er müssten die Fakten auf den Tisch. Genau da liegen sie jetzt.  

 

Von Bernd Riedel

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