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Liebevolle Restaurierung wird belohnt

Garbsen Liebevolle Restaurierung wird belohnt

Es steckt nicht nur harte Arbeit in der Restaurierung von Homeyers Hof. Constanze Buch und ihr Partner Edgar Kreid haben die mehr als 120 Jahre alte Hofanlage Ende 2003 gekauft und mit Liebe und Herzblut restauriert. Dafür erhalten sie den Preis für Denkmalpflege.

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Edgar Kreid hat den Lehmofen im alten Backhaus selbst gebaut.

Quelle: Lütjens

Horst. Die Niedersächsische Sparkassenstiftung wird den Preis am Mittwoch, 9. November, auf dem Hof an der Frielinger Straße verleihen. "Eine Mitarbeiterin der Stadt hat uns auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht", sagt Constanze Buch. Sie betreibt in der restaurierten Maschinenhalle ihr Geschenke-Atelier. Bei einem Besuch der Jury hatte das Paar 20 Minuten Zeit, um sein Lebensprojekt vorzustellen.

Für Edgar Kreid ist die Restaurierung des denkmalgeschützten Hofes inzwischen zu einem neuen Beruf geworden. In den neunziger Jahren war der gelernte Informatiker ins Elsass gezogen, um dort ein altes Fachwerkhaus zu sanieren. Seine Partnerin war in Hannover geblieben. Doch der Wunsch nach dem Zusammensein war stärker. Groß, mit viel Platz und alt sollte das neue Domizil der bis dato vierköpfigen Familie sein. "Wer zuerst etwas findet, da geht es hin  - entweder Elsass oder Region Hannover", erzählt Kreid.

Constanze Buch fand den ehemaligen Vollmeierhof in Horst, in dem zwei Generationen Homeyers gelebt hatten. Die Tenne wurde im Jahr 1881 erbaut, das Wohnhaus 1900. Das Schicksal meinte es nicht gut mit den Homeyers. Mit Landverkäufen wurde der Umbau des Hauses zu Mietwohnungen finanziert, nach dem Tod der letzten Erbin stand das gesamte Ensemble zum Verkauf.

Das Paar hat Wände eingerissen, Balken und den alten Holzboden freigelegt, originalgetreue Holzfenster eingebaut und vieles mehr, um den alten Charakter des Hauses wieder hervorzuholen. Kreid entdeckte sogar Wand- und Deckenmalereien im Flur. Diese will er auch noch restaurieren. "Wir hatten keine Angst davor, es war klar, dass es länger dauern wird", sagt er. Gelebt hat die Familie anfangs auf 50 Quadratmetern im Obergeschoss.

Auch die Idee zum Café bestand damals schon. Dieses wird vermutlich im Sommer nächsten Jahres in der alten Tenne eröffnet. Dort hat Kreid sogar Schriften auf alten Balken teilweise wieder sichtbar machen können. Den Traum vom selbstgebauten Lehmofen hat er sich im Alten Backhaus erfüllt. Nachdem er jede Menge Eternit und Blech entfernt hatte, konnte die Restaurierung beginnen. Als nächstes folgte der stilvolle Umbau der alten Maschinenhalle zum Geschenkeladen.

Wenn die Tenne fertig ist, will Kreid das Obergeschoss des Wohnhauses in Angriff nehmen. "Ich mache alles selbst, weil es dann so ist, wie ich es haben will. Aber es macht auch Spaß", verrät der Hausbesitzer. Die nächsten Veranstaltungen auf dem idyllischen Hof stehen auch bereits fest: Am Sonnabend, 19. November, ist Restaurant Day mit Grünkohl und Bregenwurst, der Naturschutzbund bietet Aktionen an. Basteln für Kinder steht am Mittwoch, 23. November, im Programm. Erwachsene basteln am Mittwoch, 14. Dezember. Weitere Informationen gibt es auf homeyers-hof.de.

Stiftung fördert Denkmalpflege

Die niedersächsischen Sparkassen haben die Niedersächsische Sparkassenstiftung im Jahr 1985 gegründet. Sie fördert Bildende Kunst, Musik, Museen und Denkmale in allen Landesteilen. Das Stiftungskapital beträgt rund 26,8 Millionen Euro. Die jährliche Fördersumme liegt bei 3,5 Millionen Euro. Preise für Denkmalpflege werden alle zwei Jahre vergeben, allein dieser Titel ist mit 75 000 Euro dotiert. Derzeit konzentriert sich die Stiftung vor allem auf die Restaurierung regionaltypischer Denkmale. Der Preis soll die Mühen und Aufwendungen der privaten Eigentümer würdigen. Seit 1986 wurden 263 Preisträger mit einer Summe von 907 000 Euro ausgezeichnet. 1226 Eigentümer hatten sich beworben. In diesem Jahr werden neben Homeyers Hof in Garbsen-Horst das ehemalige Müllerhaus in Gehrden-Lemmie und das Mausoleum Graf von Alten im Sundern in Hemmingen ausgezeichnet.

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