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Gibt es Altlasten im Süden Altgarbsens?

Garbsen/Altgarbsen Gibt es Altlasten im Süden Altgarbsens?

In Altgarbsen wird das Gelände einer ehemaligen Industrie- und Gewerbemülldeponie nach Kontaminationen untersucht. Die ehemalige Sonderabfalldeponie Hegerwisch hat ein großes Gefährdungspotenzial. Ob und welche Gefahren genau dort im Boden lauern, soll die Untersuchung ergeben, mit der die Region Hannover am Montag, 12. September, beginnt.

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Das betroffene Untersuchungsgebiet in Garbsen ist rot eingezeichnet.

Quelle: Grafik: Llorens

Altgarbsen. Im Westen angrenzend an das Areal der ehemaligen Deponie steht Wohnbebauung (Straße Grandkuhle), im Süden bildet der Maschgraben die Grenze, und im Norden und Osten ist es von landwirtschaftlichen Flächen umgeben. Die Grenzen der Altablagerung sind aus historischen Luftbildern ersichtlich.

„Bis heute sind keine belastbaren Daten zu möglichen Belastungen des Grundwassers und des Bodens aus dem Bereich der Altablagerung erhoben worden“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann, aus diesen Gründen habe sich die Region Hannover entschlossen, die Altablagerung untersuchen zu lassen.

Am Hegerwisch wurde nach Zeitzeugenaussagen in den fünfziger Jahren Sand und Kies abgebaut. In der Grube, deren Sohle in einer Tiefe von drei Metern und damit etwa 70 Zentimeter unter dem Grundwasserspiegel liegt, wurden in den sechziger Jahren Industrie- und Gewerbeabfällen entsorgt, unter anderem Magnesiumkrätze und Formsande.

Die Grube soll zudem mit dem südlich angrenzenden Maschgraben verbunden gewesen sein und wegen der leicht entzündlichen Magnesiumstäube häufig gebrannt haben. Später wurde die rund 10 000 Quadratmeter große Kippe mit Bauschutt und Boden abgedeckt. Sie wird heute als Weidefläche genutzt.

Der größte Teil der Altablagerungen in der Region Hannover wurde im Altlastenprogramm Niedersachsen seit den neunziger Jahren systematisch erfasst. Dabei wurden Punktzahlen zwischen 0 bis 100 ermittelt, nach den Kriterien von Lage und Nutzung, der Art der Abfälle und der Lage des Grundwassers. Das Ergebnis gibt die Reihenfolge der Bearbeitung vor. Von den 696 Altablagerungen in der Region sind 324 untersucht worden, vornehmlich Deponien mit einer Bewertungszahl von 60 und mehr, also mit großem Gefährdungspotenzial. Mit 85 Punkten fällt die Deponie Hegerwisch in diese Kategorie. Vorerst spricht man von Altablagerungen. Werden Schadstoffe gefunden, heißen sie Altlasten.

Im Auftrag der Region werden die Gutachter am 12. September mit orientierenden Untersuchungen beginnen. Die Erkundung soll Aufschluss darüber geben, ob von den deponierten Materialien eine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht. Es werden Bohrungen in vier bis sechs Meter Tiefe, Bodenluftsondierungen und Grundwasseruntersuchungen vorgenommen. Aus dem Graben werden Sedimentproben entnommen. Bis Ende Oktober soll es Klarheit geben. Die Grundstückseigentümer sind informiert.

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Der Maschgraben (im Vordergrund vor den Weiden) grenzt südlich an das Untersuchungsgebiet der ehemaligen Sondermülldeponie Hegerwisch an.

Quelle: Bernd Riedel
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