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Astronom ohne Teleskop

Garbsen/Serie Namenspatrone Astronom ohne Teleskop

Wer war eigentlich Willehad? Und welche Verdienste haben Wilhelm Langrehr und Heinz Priebe, dass Stadien und Sporthallen nach ihnen benannt wurden? Manche Namenspatrone von Kirchen, Schulen und anderen Gebäuden sind der Öffentlichkeit kaum noch bekannt. Die kleine Serie der Lokalredaktion Garbsen will Gedächtnishilfe leisten. Heute: Nikolaus Kopernikus.

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Laut Schulleiter Stefan Zimmer ist der Namensgeber der Schule nicht mehr sehr präsent im Schulalltag. Noch erinnern ein Porträt und eine Kurzbiografie an den polnischen Astronomen Nikolaus Kopernikus. Die neuen Schüler des fünften Jahrgangs besuchen schon die Oberschule Garbsen.

Quelle: Benjamin Behrens

Auf der Horst. Die Hauptschule Nikolaus Kopernikus ist benannt nach dem Domherrn, Astronom, Mathematiker und Kartographen. Die Hauptschule trägt seit 2004 den Namen des Astronomen. Sie hatte den Namen der aufgelösten Orientierungsstufe Nikolaus Kopernikus übernommen. Damals war die Hauptschule Garbsen die letzte Schule ohne Namen im Schulzentrum am Planetenring. 1976 wurde die Hauptschule Garbsen in einem Anbau der Realschule untergebracht, 151 Schüler wurden in fünf Klassen unterrichtet.

Mit dem Beginn des neuen Schuljahrs ist auch ein Abschnitt der Schulgeschichte zu Ende gegangen. Die neuen Fünftklässler sind der erste Jahrgang der Oberschule Garbsen. Ist deshalb der Namensgeber kein Thema mehr? "Es ist ein bisschen in den Hintergrund gerutscht", sagt Schulleiter Stefan Zimmer: "Es war ja schon zu Beginn meiner Amtszeit klar, dass der Name auslaufen wird." Es sei eine spannende Frage, wie es sich entwickeln werde, sagt Zimmer im Hinblick auf einen neuen Namenspatron. "Man kann davon ausgehen, dass es wieder ein Name aus der Astronomie wird", vermutet Zimmer. Aktuell seien aber vor allem organisatorische Dinge wichtiger.

Auch wenn er weniger im Schulalltag präsent ist, verschwunden ist der Astronom nicht. Auf ihrer Internetseite präsentiert die Schule eine Biografie des Forschers, außerdem hängt ein kurze Version im Schaukasten vor dem Lehrerzimmer. Auch ein kleines Porträt des in Thorn im heutigen Polen geborenen Forschers ist zu sehen. Der Garbsener Künstler Martin Müller hat es gemalt, nach seinem Tod schenkte seine Tochter Ursula Weiss es der Schule. Das Weltall wird ohnehin präsent bleiben, auch ohne den Namensgeber. Der in die Jahre gekommen Schulhof wird umgestaltet, das Konzept sieht an Planeten erinnernde runde Formen und Ellipsen vor.

Die Bewegungen der Planeten beschäftigten Kopernikus. Von 1491 bis 1495 studierte er an der Krakauer Universität. Ab 1496 führte er seine Studien an der Universität in Bologna fort. 1510 wurde Kopernikus Domherr in Frauenburg. Der Wissenschaftler hatte vielfältige Interessengebiete und brachte 1543 mit seinem Buch "Über die Umschwünge der himmlischen Kreise" das mittelalterliche Weltbild aus den Fugen. Bis dahin sah man im kirchlichen Weltbild die von Gott geschaffene Erde mit den Menschen als Zentrum an. Der Wechsel zu einem anderen Weltbild wird auch als kopernikanische Wende bezeichnet. Seine Beobachtungen, der zur Wende in der Astronomie führte, machte Kopernikus ohne Teleskop - es wurde erst 1608 erfunden.

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Von Benjamin Behrens

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