Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Hilfe für den Trainersohn

Garbsen Hilfe für den Trainersohn

In Stelingen ist Emre Geltetik vielen Jugendlichen und Eltern bekannt als Fußballtrainer. Der Türke ist Coach der B-Jugend, in diesem Jahrgang besitzt der TSV eine Jugendspielgemeinschaft mit dem MTV Engelbostel-Schulenburg. Wenige wissen indes vom Schicksal seinen kleinen Sohnes.

Voriger Artikel
Lob für Havelser Neuzugänge um Keeper Morten Jensen
Nächster Artikel
Acht Parteien und zwei Einzelbewerber treten an

Emre Geltetik (Mitte) freut sich auf das Benefiz-Spiel, das Marcus Bohne (links) und André Carriere für seinen Sohn organisieren.

Quelle: Hartung

Stelingen. Um der Familie Geltetik zu helfen, gibt es am Sonnabend, 6. August, ein prominent besetztes Fußball-Benefizspiel unter dem Motto "Eine Chance für Enes" in Engelbostel. Auf der Anlage des MTV, Stadtweg 43, stehen sich ab 18 Uhr das Ü32-Team des MTV und die Hannover-Allstars gegenüber. Vorab ist ab 15 Uhr noch die B-Jugend von Emre Geltetik im Einsatz, sie spielt im Bezirkspokal gegen den FC Stern Misburg.

Sein vier Jahre alter Sohn Enes leidet unter dem Rubinstein-Taybi-Syndrom. „Die Krankheit ist sehr selten, man muss sich selbst kümmern, welche Therapien helfen können“, sagt Emre Geltetik. Bekannt ist immerhin, dass der Umgang mit Delfinen helfen könnte. Ziel ist daher, mit dem Erlös des Benefizspiels eine mindestens 8000 Euro teure Delfin-Therapie in der Türkei für Enes bezahlen zu können. „Es gibt keine Garantie, ob es hilft. Aber es ist eben eine Chance. Und wenn er damit nur seine Motorik verbessert, hätte man schon etwas erreicht“, sagt Marcus Bohne, als langjähriger Spieler der ersten Herren des TSV Stelingen auch in Garbsen ein Begriff, und zusammen mit dem Engelbosteler André Carrière Organisator des Benefizspiels. Der Erlös aus dem Verkauf von Essen und Getränken sowie von Versteigerungen der Trikots von Hannover 96 und der Deutschen Nationalmannschaft kommt Enes zugute.

Der kleine Junge ist aufgrund seiner Krankheit auf der Entwicklungsstufe eines Zweijährigen und besitzt keine hohe Lebenserwartung. Zudem leidet er an einer Muskelschwäche und Koordinationsproblemen, auch wegen einer Bein-Fehlstellung. Weil er nicht kauen kann, kann er nur flüssige Nahrung zu sich nehmen. In seinem jungen Leben wurde Enes schon sechs mal operiert.

Carrière hat dank seiner Kontakte in der Fußballszene für einen prominenten Allstar-Kader gesorgt. Mit dabei sind ehemalige 96-Profis wie Jiri Stajner, Babacar N’Diaye, Carsten Linke, Frank Hartmann und Martin Groth, zudem Moderator Christian Stoll und Eishockey-Legende Len Soccio. Carrière steht zudem mit weiteren Spielern in Kontakt. Dieses Aufgebot soll Zuschauer anlocken, die mit ihrem Besuch die Chance für Enes steigern.

Auch die Ärzte sind überfragt

Der vierjährige Enes Geltetik leidet an dem Rubinstein-Taybi-Syndrom (RTS). Das Problem ist, dass die Krankheit nicht sehr bekannt ist, auch nicht unter Ärzten. Es gibt nur wenig Spezialisten. „Wir haben uns viel dazu anlesen müssen“, sagt Emre Geltetik, der Vater von Enes. Die Literatur, vor allem im Internet, spricht bei RTS von einer genetisch bedingten Erkrankung mit geistigen Behinderungen und körperlichen Missbildungen sowie Fehlfunktionen der Organe – der Grad der Ausprägung kann jeweils unterschiedlich groß sein. Die Wahrscheinlichkeit, an RTS zu erkranken, liegt bei 1 zu 120 000.

doc6qos4c3bqw4lzssasx

Emre Geltetik (Mitte) freut sich auf das Benefiz-Spiel, das Marcus Bohne (links) und André Carriere für seinen Sohn organisieren.

Quelle: Hartung

Von Stephan Hartung

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smmlufjji8y781qerm
Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Fotostrecke Garbsen: Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr