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Verein startet Online-Petition

Kampf um den Badepark Verein startet Online-Petition

Das Thema bleibt hoch brisant, politisch vor allem für die CDU: Der Freundeskreis Badepark Berenbostel (FBB) verlangt den Erhalt des Bades und den Verzicht auf das Zentralbad. Vor vier Tagen hat der Verein eine Online-Petition eingerichtet – 540 Unterschriften seitdem, Tendenz weiter steigend.

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Badepark Berenbostel: Verschlossen und bereit zum Abriss.

Quelle: Markus Holz

Berenbostel. Annähernd 6000 konventionelle Unterschriften hatte der FBB dem Rat schon als Protestnote überreicht. Jetzt hoffen die Verantwortlichen, mit der Online-Petition jene zu erreichen, die sie bisher nicht erreicht haben. Im Internet ist die Petition über die FFB-Seite bad-freunde-garbsen.de zu finden.

Mehr als 300 Interessierte waren am Dienstag im Saal, als der Verein über neue Entwicklungen informierte und die Internetumfrage vorstellte. "Wir können nicht aufgeben, da das Interesse am Erhalt des Badeparks immer größer wird und immer mehr Bürger merken, was hier mit ihnen gemacht wird. Vielleicht gibt es doch noch eine Gerechtigkeit, wie immer diese auch aussehen mag", schrieb FBB-Pressesprecher Ingo Koschmieder am Freitag.

Rechtlich hat die Online-Petition keine Wirkung, es ist keine Bürgerbefragung und kein Bürgerentscheid. Aber sie ist Ausdruck der Enttäuschung über den bevorstehenden, bisher ersatzlosen Abriss. "Nur eine politische Wende im September bei den Kommunalwahlen" könne Garbsen vor einer Fehlplanung bewahren, heißt es – eine klare Wahlempfehlung gegen CDU/FDP, Grüne und Unabhängige und schwer vereinbar mit den Vereinszielen Gemeinützigkeit und Neutralität.

Was will der Verein? Die Stadt soll das Hallen- und Freibad in Berenbostel sanieren und weiter betreiben, zusätzlich zum Hallenbad am Planetenring. Trotz der 6000 Unterschriften hatten CDU/FDP, Grüne und Unabhängige genau das abgelehnt. Wichtigstes Argument: Investition und Unterhalt beider Bäder schränken die finanziellen Möglichkeiten der Stadt derart ein, dass sie gezwungen sein wird, an anderer Stelle zu sparen. Bei der Kinderbetreuung, bei Vereinszuschüssen, Schulgebäuden oder Straßen? Alles heiße Eisen. Aber viele Möglichkeiten hat die Stadt nicht.

Der FBB bezweifelt das Zahlenwerk fürs Zentralbad, das bisher nur eine Schätzung ist, solange kein Angebot vorliegt. Der Großteil der Argumente pro Badepark klingt logisch, aber nicht jedes Argument ist richtig: Sobald das Zentralbad in Betrieb gehe, werde das Hallenbad am Planetenring abgerissen, schreiben die Kritiker. Davon war bisher nie die Rede, sondern von einer neuen Nutzung.

Was beim FBB nicht zu finden ist, sind Informationen über ein Konzept zur "finanziellen Sicherung des Bestandes und der Weiterführung des Betriebes des Badeparks als Sportstätte" (Satzung), also ein Weg des Vereins, wenigstens das Freibad, an dem so viele Herzen hängen, in privater Regie zusammen mit Rat und Stadt zu sichern. Bis zum 30. Mai soll ein erstes Konzept vorliegen. Die Ratsmehrheit will wissen, ob der Verein die Substanz hat, sich am Badebetrieb zu beteiligen. Liegt bis dahin nichts vor, könnte der Rat beschließen, den gesamten Badepark in einem Stück abreißen zu lassen, was billiger wäre. Bisher sollen mit Rücksicht auf das Vereinsziel nur das Hallenbad und die Technik abgerissen werden.

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Von Redakteur Markus Holz

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