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Willfred Starke ist gestorben

Garbsen Willfred Starke ist gestorben

Sein Lachen klang, als hätte er sechs Jahrzehnte lang Zigarre geraucht. Er hat viel gelacht, auch geraucht, aber keine Zigarren. Willfred Starke, der Mann mit dem großen Herzen und der Reibeisen-Stimme, ist am Dienstag im Alter von 82 Jahren gestorben.

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Willfred Starke 2012 bei seiner letzten Hauptversammlung als Vorsitzender von Schwarz-Weiß Garbsen.

Quelle: Markus Holz

Havelse. Garbsen verliert mit Willfred Starke eine Persönlichkeit, die das Kultur-, Sport- und soziale Leben über Jahrzehnte mit geprägt hat. Starkes Stärke war die Kontinuität. Er hat 1977 den Sportverein Schwarz-Weiß Garbsen (SWG) gegründet und ihn 26 Jahre lang geführt. Im gleichen Jahr hat er den Kulturverein Garbsen mitbegründet und war 27 Jahre lang der zuverlässige Hüter der Pfenninge und Cents.

Er hat den Kinderschutzbund Garbsen gegründet und lange Jahre geführt, weil ihm das Wohl der Kinder in benachteiligten Familien sehr am Herzen lang. Der Motor für sein Engagement im Ballsportverein SWG waren nicht Medaillen und Pokale, es ging Starke um die Jugend.

Und es ging ihm um die Begegnung und was daraus wachsen kann: Mit der SWG-Jugend fuhr er 30 Jahre lang zu Wettkämpfen nach Rödding in Dänemark. Garbsens ehemalige Partnerstadt war Starkes zweite Heimat,  drei Eichen wachsen dort, die an seine ehrenamtliche Arbeit erinnern. Der SWG hat dort sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Für den Kulturverein organisierte er viele Fahrten zu den Wikingerspielen in Rödding. Als die Dänen die Städtepartnerschaft kündigten, hat ihn das sehr getroffen.

Das Fest der Vereine am Rathaus, die Gründung des Kinderschutzbundes  und die Serie „Eine Stadt geht auf Reisen“ gehen auf ihn zurück. Er hat all das über viele Jahre mitgestaltet. Zusätzlich war er in der CDU engagiert als Schatzmeister im Orts- und Stadtverband sowie als Ratsmitglied und beratendes Mitglied.

Starke hatte etwas Kautziges an sich. Das sagt man gewöhnlich über Menschen, die etwas Besonderes auszeichnet. Für Starke waren das starke eigene Ansichten, Willenskraft und Herzlichkeit. "Ohne Willfred als treibende Kraft gäbe es den Kulturverein wahrscheinlich nicht", schreibt Vera Brand. "Unsere knapp 30-jährige gemeinsame Vorstandsarbeit war geprägt von großer Zuverlässigkeit. Wir waren nicht immer einer Meinung. Manches Mal hatte ich Mühe ihn davon zu überzeugen, dass professionelle Kunst und Kultur nicht zum Nulltarif zu haben sind. Aber wir haben uns immer in Interesse des Publikums und der Kunst zusammengerauft."

Starke war für viele ein Vorbild, ein Freund und ein Partner. Ganz gleich, wo er sich in den vergangenen Jahren aus seinem Wirken verabschiedet hat, sind Tränen geflossen. Er hat das nie gern gesehen. Darum wird es jetzt auch keine Trauerfeier geben und kein Grab. Seine Asche übergibt die Familie der See.

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