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Deutsch lernen beim Tisch decken

Auf der Horst Deutsch lernen beim Tisch decken

Das Programm „Sprach-Kitas“ soll die Erzieher in der Kita-Murmelstein bei der Sprachförderung unterstützen. Es ist eine bundesweite Initiative des Familienministeriums.

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Morgenrunde bei den „Pinguinen“: Das Programm „Sprach-Kitas“ soll die Erzieher in der Kita-Murmelstein bei der Sprachförderung unterstützen. Dabei hilft Fachberaterin Izabela Weleba (kleines Bild). Tonn (2)

Quelle: Linda Tonn

Auf der Horst. „Ich habe schon ausgetrinkt.“ Ein Satz, der in der Kita Murmelstein der Willehadigemeinde zwischen Plastikbechern und Buntstiften schnell für Verunsicherung sorgt. Er ist falsch - aber wie sollen die Erzieher reagieren? Verbessern? Ignorieren? Izabela Weleba hat die Antwort: „Ich würde den Satz als Frage korrekt wiederholen. Also: Du hast schon ausgetrunken?“

Wenn es in Murmelstein um die Kindersprache geht, ist Weleba zur Stelle. Als Fachberaterin hilft sie den Erziehern dabei, den Kindern spielerisch die korrekten Worte und die richtige Grammatik beizubringen. Das ist wichtig, denn 94 Prozent von ihnen haben einen Migrationshintergrund.

Doch statt konzentrierter Gruppenarbeit ist der Kita-Alltag der beste Lehrer. Beim Tisch decken werden etwa die Wörter für Tasse, Teller, Gabel und Löffel geübt.

Für dieses Lernkonzept erhält die Kita Murmelstein Unterstützung vom Bund. Das Programm „Sprach-Kitas“ finanziert der Einrichtung eine Halbtagskraft, die sich um die Weiterbildung der Erzieher kümmert und sie im Alltag unterstützt.

Zudem kommt Izabela Weleba regelmäßig zu Besuch. Sie betreut alle elf geförderten Einrichtungen im Raum Garbsen. Aus Erfahrungen weiß Weleba, wie sie den Kindern die richtigen Fragen stellt und mit einfachen Mitteln wie einer Puppenecke oder den richtigen Büchern das Lernen fördert.

„Mit der fachlichen Unterstützung kann viel erreicht werden“, sagt Murmelstein-Leiterin Anke Bücher. Schon seit 2010 arbeitet in der Kita eine zusätzliche Sprachförderkraft. Mit Erfolg, wie Bücher beobachtet: „Kinder, die in der Krippe beim Lernen unterstützt wurden, sind im Kindergarten schon sehr weit.“

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