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Dicker Fritz ist in neuem Besitz

Berenbostel Dicker Fritz ist in neuem Besitz

Seit 1698 war das Grundstück, auf dem heute das Gasthaus Zum Dicken Fritz steht, im Besitz der Familie Baumgarte. Jetzt hat der neue Eigentümer Klaus Wißerodt mit dem Umbau des Gebäudes begonnen.

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Das Gasthaus erhält jetzt einen
Voranstrich und wird später in hellem Braun gestaltet.

Quelle: Grätz

Garbsen. Der bisherige Inhaber Jobst Baumgarte hat das traditionsreiche Gasthaus im Frühjahr verkauft. „Gastlichkeit und Tradition seit 1869“ prangt auf den verblichenen Werbebannern am Gasthaus Zum Dicken Fritz an der Osterwalder Straße: Generationen von Berenbostelern trafen sich dort zu Konfirmationsfeiern, Kaffeerunden nach Beerdigungen und Goldenen Hochzeiten. Vor einigen Jahren hatte Heinrich Baumgarte das Ensemble mit dem Hotelneubau aus den sechziger Jahren und dem dahinterliegenden Grundstück seinem Sohn Jobst übertragen. Noch vor rund drei Jahren hatte der Gastronom seine Cateringküche in den Dicken Fritz verlegt und mehrere Räume für Feierlichkeiten umgestaltet. Zum 1. März hat Jobst Baumgarte das Gasthaus an Klaus Wißerodt und seine Frau Martina verkauft. „Wir planen, das Restaurant mit gutbürgerlicher deutscher Küche noch in diesem Jahr wieder zu eröffnen. Der Name bleibt“, sagt Wißerodt. Die Fenster sind bereits neu, seit Anfang der Woche erhält die Fassade des Gasthauses einen neuen Anstrich.„Auch die Hotelzimmer werden komplett umgebaut.“ Ein kleiner Biergarten vor dem Gasthaus soll ebenfalls wieder eröffnet werden, möglichst noch im September. „Wir haben schon länger ein deutsches Restaurant gesucht. Dies passt von der Lage und den Räumlichkeiten perfekt“, sagt Wißerodt.

Das dahinter liegende, rund 1700 Quadratmeter große Grundstück hatte Jobst Baumgarte bereits Ende 2012 an das Seelzer Unternehmen HZ-Bau verkauft. Dort sind Eigentumswohnungen entstanden, die ersten sind im Januar bezogen worden.

Der dicke Fritz

Schwergewicht gab den Namen

Die 1869 eröffnete Gaststätte befand sich früher im roten Backsteinbau am Dorfplatz“, sagt der langjährige Inhaber Heinrich Baumgarte. Älteren Berenbostelern ist der Backsteinbau noch als Postamt und Polizeistation bekannt. Die außergewöhnliche Leibesfülle von Baumgartes Onkel gab dem Gasthaus den Namen. Der geriet als Soldat im Zweiten Weltkrieg in Gefangenschaft und wog danach nur noch 120 Pfund. „Die Berenbosteler erkannten ihn nicht mehr“, sagt Baumgarte, „nach dem Krieg sagte Fritz: Nie wieder hungern – und wog zum Schluss 279 Pfund.“ Fritz wurde 1950 als Posthalter eingesetzt und fuhr mit dem Rad die Post aus. „Der Verkauf des Ensembles ist nicht leicht für mich“, sagt Baumgarte.

Von Jutta Grätz

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