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Erziehungsberatung ist kostenlos

Garbsen Erziehungsberatung ist kostenlos

Die Familien- und Erziehungsberatung ist ab sofort kostenlos. Die Stadt Garbsen übernimmt die Aufgabe von der Region. Geleistet wird die Arbeit von der Beratungsstelle für Erziehungs- und Lebensfragen Am Osterberge. Das Personal wird aufgestockt, die Unterkunft modernisiert.

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Sozialdezernentin Iris Metge (von links), Regionssozialdezernent Erwin Jordan, Markus Deleker, Leiter der Beratungsstelle, und Matthias Möller, Gesamtleiter der Familien- und Erziehungsberatung der Region Hannover, stellen das neue FEB-Angebot in Garbsen vor.

Quelle: Bernd Riedel

Altgarbsen. Zurzeit werden etwa 500 bis 600 Beratungen pro Jahr dort geleistet. "Wenn sich herumspricht, dass es kostenlos ist, wird es wohl einen Anstieg geben", sagt Markus Deleker, Leiter der Beratungsstelle, "und das wünschen wir uns auch." Die bessere finanzielle Ausstattung und die Übertragung an die Stadt Garbsen bezeichnete Regionssozialdezernent Erwin Jordan am Donnerstag als letztes Puzzlestück eines Gesamtkonzepts der Erziehungs- und Familienberatung, das vor drei Jahren auf den Weg gebracht worden sei: bedarfsgerechte Angebote in jeder Kommune der Region.

Seit der Gründung im Mai 1974 habe die Beratungsstelle mit dem Trägerverein das Angebot kontinuierlich ausgebaut, sagte Garbsens Sozialdezernentin Iris Metge. Sehr früh sei in Garbsen das Thema Frühe Hilfen besetzt worden, mit Angeboten in Kitas und Familienzentren. Dieser Weg sei "sehr erfolgreich beschritten worden". Man sei dabei, die Zusammenarbeit von  Kitas und Schulen auf der einen und Sozialarbeitern auf der anderen, "noch enger zu verzahnen". Die Beratungsstelle werde rechnerisch auf 3,4 Stellen statt bisher 1,78 Stellen aufgestockt. "Das Team wird mit einem Psychologen verstärkt", sagte Metge. Die Stelle sei ausgeschrieben. "Wir arbeiten außerdem daran, die Beratungsstelle räumlich noch besser zu versorgen." Sie sei derzeit nicht barrierefrei. Das werde sich ändern.

Bisher kostete ein Einzelgespräch 30 Euro, eine Paarberatung 35 Euro. Generell ist die Beratung nun kostenlos. "Faustregel war und ist: Wenn ein Kind oder Jugendlicher involviert ist, handelt es sich um eine Erziehungsberatung, und die ist kostenfrei", sagte Deleker. Eine Beratung sei auch früher "nie an der Geldfrage gescheitert", sagte Deleker. In Ausnahmefällen sei auch der Trägerverein eingesprungen. Am Osterberge wird auch Lebensberatung angeboten. Dafür wird weiterhin eine Gebühr erhoben.

Im vergangenen Jahr sind bei der Beratungsstelle Gesamtkosten von 272.000 Euro angefallen, sagte Metge. Davon verblieben bei der Stadt 163.000 Euro. Der Stadtkirchenverband beteiligt sich auch weiterhin mit 40.000 Euro. Dadurch dass die Region einen höheren Bedarf an Beratung in Garbsen festgestellt hat, wird sie ihren Anteil stark anheben: auf rund 244.000 Euro pro Jahr. Obwohl das Personal aufgestockt wird, rechnet die Stadt damit, künftig weniger zu zahlen: rund 120.000 Euro. Die genauen Kosten sind noch unbekannt, da die neue Konstellation erst seit dem 1. April besteht.

Die Beratungsstelle kooperiert eng mit der Jugendhilfestation in Garbsen und den Teams des Fachbereichs Jugend der Region Hannover, die ab Sommer gemeinsam im Planetencenter untergebracht sind. Ebenfalls im Planetencenter wird es außerdem die „Frühe Beratung“ geben, die sich an Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern richtet und von der Familien- und Erziehungsberatungsstelle Neustadt in Form einer regelmäßigen Sprechstunde angeboten wird. Im Kontext der „Frühen Hilfen“ arbeitet die Beratungsstelle zudem mit den Ärztinnen des Teams Sozialpädiatrie und Jugendmedizin in ausgewählten Kindertageseinrichtungen zusammen, um frühzeitig Entwicklungsrisiken von Kindern zu erkennen und Eltern sowie pädagogische Fachkräfte zu beraten.

Die Arbeit könne nun auf breitere Grundlage vor allem an den Schulen ausgeweitet werden, um den Jugendlichen dort zu helfen, sagte Deleker: "Unsere Angebote sind in den Schulen noch nicht sehr bekannt." Das Team stelle sich in Gesamtkonferenzen vor, und die Kooperation mit Schulsozialarbeitern sei inzwischen "richtig klasse". "Bisher haben wir in dieser Richtung nur getan, was zeitlich und personell möglich war", sagte Deleker. Künftig werde die Beratungsstelle in den Schulen verstärkt präsent sein.

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