Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Die deutsche Einheit auf Arabisch

Berenbostel Die deutsche Einheit auf Arabisch

Die deutsche Geschichte ist jetzt Thema in der Flüchtlingsunterkunft Am Hespe. Dort wird eine Ausstellung über den Weg zur deutschen Einheit gezeigt, die eigens ins Arabische übersetzt wurde. Die Flüchtlinge sollen so Wichtiges über ihre neue Heimat erfahren.

Voriger Artikel
Eine neue Schule für Stelingen
Nächster Artikel
Göttner lenkt jetzt die SPD Stelingen

Der Ratsvorsitzende und Mitorganisator Hartmut Büttner eröffnet die Ausstellung „Der Weg zur Deutschen Einheit“ auf Arabisch in der Flüchtlingsunterkunft Am Hespe. Syrische Flüchtlinge informieren sich. Lütjens

Quelle: Anke Lütjens

Garbsen. Die Bilder vom Krieg in ihrer Heimat sind allgegenwärtig - im Kopf und bei den Bildtelefonaten übers Internet mit Familienangehörigen. Die 110 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Am Hespe können jetzt im Foyer der früheren Förderschule andere Bilder kennenlernen. Die ins Arabische übersetzte Ausstellung „Der Weg zur Deutschen Einheit“, die dort bis Ende des Monats gezeigt wird, will ihnen helfen, ihr Gastland besser zu verstehen, sich mit Neuem zu beschäftigen und auf andere Gedanken zu kommen.

Die Schau war in deutscher Fassung im vergangenen Jahr in Garbsen zu sehen. Aus Anlass der aktuellen Flüchtlingssituation und als Willkommensgeste hat die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur nun die arabische Fassung konzipiert. Mitorganisator Hartmut Büttner bezeichnete bei der Eröffnung die Bewältigung der Flüchtlingswelle als „größte Herausforderung seit der Wiedervereinigung“. Voller Interesse schauten sich anschließend die syrischen Männer Texte, Fotos und Faksimiles an. Die Quellen beschreiben die friedliche Revolution in der DDR und den diplomatischen Prozess zur Einheit.

„Das ist für uns wichtig. Es ist ein guter Weg, die Geschichte des für uns neuen Landes zu verstehen“, sagte Chirurg Dr. Mohammad Zeidan aus Damaskus. „Es würde uns glücklich machen zu sehen, dass das eines Tages in Syrien auch so passiert“, meinte Abusaada Abdulrazak, OP-Assistent aus Aleppo.

Zusammen mit Fotograf Wolfgang Lagenstein betrachteten die beiden Männer dessen Mauerbilder, die die Schau ergänzen. Die Fotos zeigen die Tristesse und Hoffnungslosigkeit der Grenze, die viele Opfer gefordert und Schicksale geprägt hat. „Schrecklich“, sagten die beiden Syrer dazu. Bei der Ausstellung soll es aber nicht bleiben: Die Flüchtlingsbetreuer wollten das Thema vertiefen und in den Sprachunterricht integrieren, kündigte Brigitte Kessner vom DRK an, dem Betreiber der Unterkunft.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smafzvmx8i1n5u4lchw
Baumschmuck von Kinderhand

Fotostrecke Garbsen: Baumschmuck von Kinderhand

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr